Die Dynavax-Aktie bewegt sich in ruhigen Gewässern – und das ist kein Zufall. Der Biotech-Spezialist steht kurz vor der Übernahme durch den französischen Pharmariesen Sanofi. Mit einem Festpreis von 15,50 US-Dollar je Aktie im Gepäck scheint der Deal auf der Zielgeraden. Doch eine Anwaltskanzlei hat die Fairness des Angebots ins Visier genommen.
Die Details der milliardenschweren Transaktion
Am 24. Dezember 2025 gaben Sanofi und Dynavax ihre definitive Vereinbarung bekannt. Für rund 2,2 Milliarden Dollar in bar will Sanofi das Unternehmen schlucken. Der Preis pro Aktie lag damals etwa 39 Prozent über dem vorherigen Schlusskurs – ein deutliches Prämium, das die Aktionäre zunächst begeisterte.
Der strategische Wert für Sanofi liegt klar auf der Hand: Dynavax bringt den kommerziell erhältlichen Hepatitis-B-Impfstoff für Erwachsene, HEPLISAV-B, sowie den vielversprechenden Gürtelrose-Impfstoffkandidaten Z-1018 in die Partnerschaft ein. Besonders Letzterer erregte Aufsehen, als Phase-1/2-Daten Ende 2025 eine vergleichbare Wirksamkeit wie beim Marktführer Shingrix von GSK, bei jedoch besserer Verträglichkeit, zeigten.
Marktvertrauen trotz Prüfung
Die Aktie notiert stabil nahe dem Übernahmepreis, was auf ein hohes Marktvertrauen in den planmäßigen Abschluss des Deals im ersten Quartal 2026 hindeutet. Dieses Vertrauen wurde zuletzt von Sanofi-CEO Paul Hudson bekräftigt, der auf der J.P. Morgan Healthcare Konferenz die langfristige Strategie hinter der Akquisition hervorhob.
Gleichzeitig läuft eine Routine-Untersuchung. Eine auf Sammelklagen spezialisierte Kanzlei prüft seit Anfang Januar, ob der Preis von 15,50 Dollar je Aktie die Dynavax-Aktionäre angemessen entschädigt. Derartige Prüfungen sind bei Übernahmen dieser Größenordnung nicht unüblich und gelten kaum als ernsthafte Hürde, zumal der Dynavax-Vorstand dem Deal bereits einstimmig zugestimmt hat.
Interne Veränderungen bei Dynavax, wie die Ernennung eines neuen Chief Operating Officers und die anstehende Suche nach einem Nachfolger für den Chief Medical Officer, laufen parallel und sind Teil der Vorbereitungen auf die Integration in den Sanofi-Konzern.
Fokus auf den Deal-Abschluss
Für Anleger steht nun der finale Abschluss der Transaktion im Vordergrund. Die unmittelbare Kursentwicklung ist durch den Festpreis gedeckelt, was sich in zahlreichen „Hold“-Empfehlungen von Analysten widerspiegelt. Die eigentliche Wertschöpfung wird nach der Übernahme erwartet, wenn Sanofi seine globale Vermarktungsstärke mit der innovativen Pipeline von Dynavax kombiniert. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Fahrplan eingehalten wird.
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