Die Übernahme von Dynavax rückt einen entscheidenden Schritt näher: Die Frist nach dem US‑Kartellrecht ist abgelaufen, nachdem zuvor bereits die deutsche Kartellbehörde zugestimmt hatte. Damit sind die wichtigsten regulatorischen Hürden aus dem Weg geräumt — übrig bleibt die Frage, ob noch rechtliche oder zustimmungsbezogene Stolpersteine den Abschluss verzögern können.
Regulatorischer Durchbruch
In einer Einreichung bei der US‑Börsenaufsicht (SEC) teilte Dynavax gestern mit, dass die Wartefrist nach dem Hart‑Scott‑Rodino Act am 27. Januar 2026 ausgelaufen ist. Zusammen mit der Freigabe durch das deutsche Bundeskartellamt vom 14. Januar ist damit aus regulatorischer Sicht vieles vorbereitet. Sanofi hat zudem erklärt, dass man weiterhin mit einem Closing im ersten Quartal 2026 rechnet.
Rechtliche Hürden und Marktreaktion
Steht dem Abschluss noch etwas im Weg? Aktuell sind drei Klagen von Aktionären gegen die Offenlegungen zur Transaktion anhängig; Dynavax weist die Vorwürfe zurück und will sich verteidigen. Solche Rechtsstreitigkeiten sind bei öffentlichen Übernahmen dieser Größe nicht ungewöhnlich und führen selten zu einem vollständigen Scheitern, können aber Verzögerungen verursachen.
Die Märkte spiegeln die eingeschätzte hohe Abschlusswahrscheinlichkeit wider: Der Kurs notiert heute bei 12,71 € und liegt damit nahe relevanter Marken. Das engere Kursbild deutet darauf hin, dass Anleger einen erfolgreichen Vollzug als wahrscheinlich einstufen. Gleichzeitig bleibt die Aktie volatil, was für Biotech‑Transaktionen typisch ist.
Ausblick
Mit den Zulassungen in den USA und Deutschland sind die regulatorischen Voraussetzungen weitgehend erfüllt. Entscheidend bleibt nun die Annahmequote der Übernahmeschilder und der Fortgang der anhängigen Klagen. Trifft die Mehrheit der Aktionäre dem Angebot zu und führen die Gerichtsverfahren nicht zu Blockaden, ist ein Closing im ersten Quartal 2026 wahrscheinlich. Andernfalls drohen zeitliche Verzögerungen, nicht aber zwangsläufig ein Abbruch der Transaktion.
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