DWS Aktie: Fonds sitzt auf Abschlag

Symbolbild, KI-generiert

Beim Grundbesitz Europa bleibt der Großteil der Anteile gebunden; Börsenkurse liegen rund 50 Prozent unter dem inneren Wert.

Auf einen Blick:
  • Rücknahme auf zehn Prozent begrenzt
  • Regel gilt rückwirkend für zwölf Monate
  • Börsenabschlag zum inneren Wert: rund 50 Prozent
  • Anlegerschützer prüfen mögliche Schadensersatzansprüche

Wer 1.000 Euro aus dem Immobilienfonds Grundbesitz Europa abziehen will, bekommt künftig nur noch 100 Euro. Die DWS hat die Rücknahme drastisch eingeschränkt. Für Anleger heißt das: Der Großteil des Geldes bleibt vorerst gebunden.

Zehn Prozent statt voller Auszahlung

Rücknahmeaufträge für Grundbesitz Europa werden ab sofort nur noch zu zehn Prozent ausgeführt. Die Regel gilt auch rückwirkend für Verkaufsaufträge der vergangenen zwölf Monate, die bislang nicht bedient wurden. Den Rest der Anteile müssen Anleger behalten.

Die Maßnahme folgt auf Gerüchte der vergangenen Wochen, die das Unternehmen nun bestätigt hat. Betroffen ist ein Milliardenfonds, der als Massenprodukt für konservative Sparer gilt.

Börse bewertet deutlich unter Fondswert

Wie angespannt die Lage ist, zeigt der Kurs der Fondsanteile an der Börse. Grundbesitz Europa und Grundbesitz Global haben binnen weniger Monate jeweils rund die Hälfte ihres Wertes verloren. Zwischen Börsenkurs und dem von der Fondsgesellschaft veröffentlichten inneren Wert der Immobilien klafft inzwischen eine Lücke von rund 50 Prozent.

Das ist der entscheidende Punkt für alle, die schnell raus wollen. Der tägliche Verkauf funktioniert bei offenen Immobilienfonds nur noch über die Börse, und dort müssen Verkäufer hohe Abschläge hinnehmen.

Regulierung greift nur bei ruhigem Markt

Nach der Finanzkrise ab 2008 hatte der Gesetzgeber Schranken eingezogen. Anleger müssen Anteile mindestens 24 Monate halten und Verkäufe zwölf Monate im Voraus ankündigen. Damit sollen Fonds Zeit bekommen, Immobilien in Ruhe zu veräußern und Liquidität aufzubauen.

Die aktuellen Entwicklungen legen nahe, dass dieser Schutz bei Druck am Immobilienmarkt an Grenzen stößt. Offene Immobilienfonds sind seither eher „halboffen“.

Parallel dazu prüfen Anlegerschützer mögliche Schadensersatzansprüche. Ob solche Forderungen Erfolg haben, ist offen. Für die DWS bleibt entscheidend, ob die Lücke zwischen Börsenkurs und innerem Wert schrumpft, sobald der Fonds über Objektverkäufe Liquidität schafft.

DWS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DWS-Analyse vom 27. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten DWS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DWS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DWS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)