Die Aktie von Duolingo steht vorbörslich mit einem Verlust von 27,14 % erheblich unter Druck, nachdem gleich mehrere renommierte Investmentbanken ihre Bewertung deutlich zurückgenommen haben. JPMorgan stufte das Papier von Overweight auf Neutral herab und senkte das Kursziel von 200 auf 95 Dollar. Noch drastischer fiel die Anpassung bei China Merchants aus: Das neue Kursziel liegt bei 111 Dollar, zuvor waren es 347 Dollar. Auch Evercore ISI und Scotiabank nahmen ihre Einschätzungen deutlich zurück.
Hintergrund der Abstufungen dürfte die jüngste Quartalspräsentation des Unternehmens sein. CEO Luis von Ahn kündigte dort einen strategischen Kurswechsel an, der kurzfristig auf die Rentabilität drücken wird.
Nutzerwachstum statt Profitabilität im Fokus
Duolingo plant für 2026 einen deutlichen Schwenk in der Unternehmensstrategie. Das Wachstum der täglich aktiven Nutzer soll bei etwa 20 Prozent liegen, mit dem mittelfristigen Ziel von 100 Millionen DAUs bis 2028. Von Ahn begründete dies mit den Fortschritten im Bereich künstliche Intelligenz: „KI wird es uns ermöglichen, deutlich besser zu unterrichten“, erklärte der CEO.
Die neue CFO Gilian Munson stellte für 2026 ein Bookings-Wachstum von lediglich 10 bis 12 Prozent in Aussicht. Die bereinigte EBITDA-Marge soll auf rund 25 Prozent sinken. Zum Vergleich: 2025 hatte das Unternehmen mehr als 300 Millionen Dollar EBITDA bei über einer Milliarde Dollar Bookings erzielt. Die Investitionen in KI-Funktionen und die Verbesserung der kostenlosen Nutzererfahrung werden die Margen belasten.
Duolingo Aktie Chart
Analysten hinterfragen die langfristige Strategie
In der Analystenrunde zeigte sich Skepsis gegenüber dem neuen Kurs. Analyst Bryan Smilek von JPMorgan fragte nach dem Timing und den Prioritäten der strategischen Neuausrichtung. Mark Mahaney von Evercore ISI thematisierte mögliche Marktsättigung und zunehmenden Wettbewerb. Von Ahn wies diese Bedenken zurück und verwies auf einen globalen Marktanteil von 85 Prozent bei Sprachlern-Apps.
Das Management räumte ein, dass die Verlangsamung des Nutzerwachstums im Jahresverlauf 2025 zu beobachten war. Gleichzeitig betonte Von Ahn, dass das Unternehmen sowohl „untermonetarisiert als auch übermonetarisiert“ sei. Neue Monetarisierungswege jenseits künstlicher Nutzungsbarrieren sollen entwickelt werden. Um das Vertrauen in die finanzielle Stärke zu unterstreichen, kündigte Duolingo ein Aktienrückkaufprogramm über 400 Millionen Dollar an.
Anleger dürften nun genau beobachten, wie sich die angekündigten Produktverbesserungen auf die Nutzerbindung auswirken. Die Frage bleibt, ob der Verzicht auf kurzfristige Profitabilität tatsächlich die erhoffte langfristige Wachstumsdynamik freisetzt. Die deutlichen Abstufungen mehrerer Analysten zeigen jedenfalls, dass die Überzeugungskraft dieses Strategiewechsels am Kapitalmarkt noch nicht vollständig angekommen ist.
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