DroneShield-Aktie: Wahnsinn!

DroneShield gewinnt kurzfristig an Wert, doch Margenziele, Aufsichtsermittlungen und fehlende Klarheit belasten weiterhin die Aktienbewertung.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt binnen fünf Tagen
  • Langfristiger Abwärtstrend bleibt bestehen
  • Börsenaufsicht prüft mögliche Offenlegungsverstöße
  • Bruttomarge bleibt hinter Markterwartungen

DroneShield konnte sich gestern um 0,7 % aufwärtsbewegen. Mit 1,06 Euro bleibt die Aktie allerdings mehr oder weniger am Boden. Rund 40,84 % trennen das Papier immer noch vom GD200. Damit befindet sich die Aktie weiterhin im langfristigen Abwärtstrend.

Die Notierungen sind in den vergangenen fünf Tagen zwar um 5 % geklettert. Sie konnten sich wieder über die Marke von 1 Euro schieben, allerdings hat dies am Gesamtbild nichts geändert.

Börsenaufsicht ist weiterhin noch dabei

DroneShield hatte mit seinen Zahlen am 26. August enttäuscht. 250 bis 270 Millionen AUD Umsatz wurden für das laufende Jahr erwartet. Das war weniger, als zwischenzeitlich angekündigt worden war. Auch wenn das Unternehmen weiter wächst, hat sich an der Bewertung wenig geändert.

Immer noch offen ist zudem die Bewertung möglicher Verletzungen der Offenlegungspflichten im vergangenen Jahr durch die australische Börsenaufsicht. Diese untersucht den Fall. Das hängt DroneShield weiterhin nach.

Das wohl größte Problem allerdings ist die fehlende Transparenz bezogen auf die tatsächliche Entwicklung der Bruttomarge. Es war gemeldet worden, dass DroneShield im ersten Halbjahr eine Bruttomarge von 60 % liefern konnte. 65 % verlangt der Markt mindestens. DroneShield versprach, dieses Niveau in zweieinhalb Jahren zu liefern.

Jetzt wird es für DroneShield beim nächsten Quartalsbericht darauf ankommen, bei der Entwicklung dieser Marge Fortschritte vorzulegen. Derzeit befindet sich die Aktie in einer tiefen Vertrauenskrise. Sie ist, wie oben beschrieben, im Abwärtstrend.

DroneShield Aktie Chart

Es gibt allerdings auch Analysten, die von höheren Kurszielen ausgehen. Daran hat sich am Montag nichts geändert. Auch aus Australien gab es noch keine Nachricht, wie weit die Börsenaufsicht mit ihren Nachforschungen zur möglichen Verletzung von Offenlegungspflichten ist.

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