DroneShield will die Drohnenabwehr um zusätzliche Kontextdaten aus der Luft- und Schifffahrt erweitern. Der Grundgedanke: In vielen Einsatzgebieten besteht das Problem nicht darin, zu wenige Funksignale zu erfassen, sondern aus einer großen Menge legitimer Signale mögliche Bedrohungen herauszufiltern. Dafür kombiniert das Unternehmen seine RF-Erkennung mit Daten aus ADS-B und AIS.
DroneShield-Aktie: Freund oder potenzielle Bedrohung?
ADS-B steht für Automatic Dependent Surveillance-Broadcast und wird in der Luftfahrt eingesetzt. Flugzeuge senden darüber unter anderem Identität, Position, Flughöhe und Geschwindigkeit. Laut DroneShield funkt ein großer Teil des legalen Flugverkehrs in kontrollierten Lufträumen kontinuierlich entsprechende Informationen.
Für ein Drohnenabwehrsystem entsteht dadurch zusätzlicher Kontext. Taucht ein Flugobjekt auf, das eigentlich ein ADS-B-Signal aussenden sollte, dies aber nicht tut, kann es als Auffälligkeit behandelt und genauer untersucht werden.
DroneShield-Aktie: Auch Schiffe werden ins Lagebild eingebunden
Nach demselben Prinzip funktioniert AIS im maritimen Bereich. Handelsschiffe, Küstenwachenschiffe, Fähren und andere regulierte Schiffe übertragen darüber laufend Informationen zu Position, Kurs, Identität und Geschwindigkeit.
Für Häfen oder andere maritime Einsatzgebiete kann das helfen, bekannte Schiffe von unbekannten Objekten zu unterscheiden. Besonders relevant ist dies laut DroneShield in Umgebungen wie Militärstandorten, Häfen, Flugplätzen und bei Notfalleinsätzen, in denen ohnehin eine große Menge elektromagnetischer Signale vorhanden ist.
Zur Einordnung: DroneShield macht damit deutlich, dass moderne Drohnenabwehr zunehmend über die reine Erkennung eines Funksignals hinausgeht. Entscheidend ist, aus vielen gleichzeitig erfassten Signalen möglichst schnell herauszufiltern, welche Objekte bekannt und legitim sind und welche genauer untersucht werden müssen. Für DroneShield erweitert sich dadurch das technologische Spielfeld von einzelnen RF-Sensoren hin zu einem umfassenderen Lagebild für Luft- und maritime Räume.
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