Die Bedrohung durch Drohnen nimmt auch für militärische Einrichtungen abseits der eigentlichen Front zu. In einem aktuellen Blogbeitrag beschreibt DroneShield, warum eine dauerhafte Überwachung des Funkspektrums wichtiger wird.
Die zentrale These: Klassische Sicherheitsmaßnahmen wie Zäune, Zugangskontrollen und Wachen schützen zwar den Boden, können Drohnen aus der Luft aber nicht zuverlässig erkennen.
DroneShield-Aktie: Drohnen können auch weit hinter der Front zuschlagen
Nach Einschätzung von DroneShield haben die Erfahrungen aus jüngsten Konflikten gezeigt, dass auch bislang als sicher geltende Bereiche ins Visier geraten können. Besonders sogenannte Einweg-Drohnen können weit entfernte Ziele erreichen und müssen dafür nicht über eine dauerhafte Funkverbindung verfügen. Eine Erkennung, die ausschließlich nach dem Steuersignal einer Drohne sucht, kann solche Fluggeräte deshalb übersehen.
DroneShield setzt deshalb auf einen mehrschichtigen Ansatz. Funküberwachung soll möglichst früh Hinweise auf eine Drohne liefern, während Radar und Kameras die weitere Erkennung übernehmen. Der Vorteil: Funksignale können teilweise bereits erfasst werden, bevor eine Drohne mit bloßem Auge oder auf dem Radar sichtbar ist.
DroneShield-Aktie: Flugplätze und mobile Einsatzorte besonders gefährdet
Eine besondere Rolle spielen laut DroneShield militärische Flugplätze. Dort stehen teure Flugzeuge meist konzentriert und sind damit attraktive Ziele für Aufklärungsdrohnen. Eine vergleichsweise günstige Drohne kann bereits aus größerer Entfernung Informationen über Flugzeuge, deren Position und ihren Einsatzstatus sammeln. Dauerhafte Funküberwachung kann solche Aktivitäten frühzeitig erkennen und die Richtung des Signals bestimmen.
Auch bei neu eingerichteten oder nur vorübergehend genutzten Militärstandorten ist schnelle Erkennung wichtig. Mobile Funksensoren könnten innerhalb kurzer Zeit eingesetzt werden und so bereits während der ersten Stunden eines neuen Einsatzes für zusätzliche Warnungen sorgen.
DroneShield-Aktie: RFReCOn soll aus einzelnen Signalen ein Lagebild machen
Genau hier knüpft RFReCOn an, das DroneShield kürzlich vorgestellt hat. Das System nutzt passive, breitbandige Funkerfassung und kann Signale aus unterschiedlichen Bereichen des Funkspektrums erkennen und einordnen. Zusammen mit der RfAI-3-Technologie soll es dabei nicht ausschließlich auf bereits bekannte Signaltypen angewiesen sein.
Für das Unternehmen ergeben sich daraus neue Geschäftschancen. So lässt sich RFReCOn nahtlos in bestehende Ökosysteme integrieren. Die gesamte Droneshield-Technologie könnte daher noch interessanter für zivile und militärische Kunden werden, was in höheren wiederkehrenden und planbaren Einnahmen resultieren könnte.
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