Die Aktie von DroneShield bleibt nach ihrem Kursknick aufgrund enttäuschender, vorläufiger Zahlen im Kurskeller. Am Donnerstag notierten die Papiere des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten zwischenzeitlich bei noch 1,06 Euro, es war der tiefste Stand des Jahres. Dass die von verschiedenen Seiten immer wieder aufgeführten ASIC-Untersuchung zu (Insider-)Aktienverkäufen aus 2025 als Grund für den aktuellen Abverkauf genannt werden, ist allerdings schlicht Unsinn. Der Beginn des Verfahrens liegt Monate zurück – und dauert nach wie vor an.
DroneShield Aktie Chart
Analysten senkten ihre DroneShield-Kursziele
Vielmehr haben nun auch die Analysten auf die zum Wochenbeginn veröffentlichten Ergebnisse reagiert. Und das dürfte für Spekulanten tatsächlich ein Schock gewesen sein. So hat laut finanzen.net Ord Minnett auf die vorläufigen Zahlen mit einer Kürzung des Kursziels für die DroneShield-Aktie von zuvor 2,28 auf 1,60 australische Dollar (AUD) reagiert und die Einstufung auf Sell gestellt.
Das ist keine Überraschung: Umgerechnet sieht die australische Vermögensverwaltungsgruppe die Papiere mit einem Kurs von umgerechnet 0,97 Euro als fair bewertet an – noch deutlich unter dem aktuellen Kurs.
- Das Analysehaus Jefferies hatte bereits in der Vorwoche das Kursziel von 2,80 auf 2,05 AUD gesenkt und die Einstufung „Underperform“ bestätigt
- Die Prognose hat die DroneShield-Aktie mittlerweile sogar unterboten, was zweifellos am Ausblick für 2026 gelegen haben wird
Wachstum bei DroneShield ausgebremst
Für das erste Halbjahr 2026 erwartet DroneShield einen Umsatz von 125,8 Mio. US-Dollar. Das entspräche einem Plus von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Entscheidend ist jedoch der Ausblick auf das Gesamtjahr: Auf Basis der vertraglich gesicherten Umsätze sowie der für den weiteren Jahresverlauf erwarteten Aufträge prognostiziert DroneShield einen Jahresumsatz zwischen 250 Mio. und 270 Mio. US-Dollar. Das entspräche gegenüber 2025 lediglich einem Wachstum von 15 bis 25 Prozent. Zugleich wird die Bruttomarge von zuvor 65 wohl auf 60 Prozent sinken. Die Aktie hat derweil seit ihrem Höchststand im Oktober 2025 mehr als 70 Prozent ihres Werts eingebüßt.
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