Was geschieht, wenn ein Unternehmen Rekordzahlen aus dem vergangenen Geschäftsjahr vermeldet? Die Aktie springt gemeinhin an. Nicht so beim australischen Drohnen-Abwehrspezialist DroneShield. Der legte am Dienstag die Ergebnisse aus 2025 vor, meldete eine Umsatzsteigerung um satte 277 Prozent – und die Aktie knickt ein. Denn was unter normalen Umständen Anlass zur Begeisterung gegeben hätte, war bei DroneShield wohl nicht genug.
DroneShield meldet für 2025 Rekordumsatz
Tatsächlich hatte sich der Umsatz im letzten Quartal 2025 laut Medienberichten um 94 Prozent auf jetzt 51,3 Millionen australische Dollar (AUD) gesteigert, im Gesamtjahr stiegen die Einnahmen von zuvor 57,5 Millionen AUD um besagte 277 Prozent auf 216,5 Millionen AUD. Das allerdings war im Vergleich extrem bescheiden. Im 3. Quartal lag das Plus bei den Erlösen von DroneShield noch bei unfassbaren 1000 Prozent, weswegen sich die Aktie im Jahresverlauf um rund 600 Prozent im Wert gesteigert hatte. Und so war im Kurs extrem viel Phantasie eingepreist, die sich nun nicht in Gänze bewahrheitet hat.
- Die Aktie gab am Dienstag zeitweilig knapp sieben Prozent ab auf zwischenzeitlich 2,34 Euro
- Am Mittwochmorgen ging der Ausverkauf weiter bis auf 2,22 Euro, weitere sieben Prozent tiefer
Dabei begann DroneShield das Geschäftsjahr 2026 bereits mit Aufträgen im Wert von 95,6 Millionen AUD, „weshalb man mit hoher Planbarkeit in das neue Jahr starten könne“, wie das Unternehmen laut finanzen.net mitteilte. „Darüber hinaus verfügt DroneShield über eine beeindruckende Sales-Pipeline, die Stand Januar 2026 einen Wert von 2,09 Milliarden AUD umfasst.“
Sales-Pipline von DroneShield schrumpft
Doch genau hier steckt das Problem: Die Sales-Pipeline sei im Vergleich zum Oktober 2025 geschrumpft, als DroneShield noch einen Wert von 2,5 Milliarden AUD genannt habe. Das Unternehmen begründete den Rückgang demnach mit mehreren Großprojekten, „die sich in einer Frühphase befanden und/oder die nur eine geringe Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Durchführung aufwiesen“. Die Anleger hat das offenbar aufgeschreckt.
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