Zum Monatsbeginn war die Aktie von DroneShield scheinbar zur Ruhe gekommen. Nach ihrem schon fast beispiellosen Absturz von 3,28 US-Dollar im Januar auf glatt 1,00 Dollar Mitte September, hatten sich die Papiere des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten bis zum 5. Oktober wieder auf 1,40 Dollar vorgearbeitet. Doch es war für Anleger eine trügerische Hoffnung: An diesem Mittwoch markierte die DroneShield-Aktie bei einem Kurs von 0,94 Dollar den tiefsten Stand des Jahres, hat sich seitdem nur unwesentlich auf erneut 1,00 Dollar verbessert. Was ist da los?
DroneShield Aktie Chart
DroneShield-Aktie von Shortsellern attackiert
Angesichts weltweiter Krisen und Kriege, in denen verstärkt Drohnen als Waffe zum Einsatz kommen, hatten sich die Papiere des kleinen Unternehmens ab April 2025, die Aktie notierte bei 0,46 US-Dollar, auf irrationale Weise im Wert zunächst mehr als versiebenfacht. Und das in gerade einmal gut eineinhalb Jahren. Seitdem allerdings hat DroneShield ebenfalls spektakuläre 70 Prozent des Zugewinns wieder abgegeben. Und das ist kein Wunder.
Auch jetzt noch ist das australische Unternehmen laut finanzen.net fast eine Milliarde US-Dollar wert. Zur Einordnung: In den ersten sechs Monaten 2026 hatte DroneShield 86,67 Millionen Dollar umgesetzt, zugleich allerdings 22,37 Millionen Dollar Verlust eingefahren. Und das hat Shortseller auf den Plan gerufen, die mit Leerverkäufen auf sinkende Kurse spekulieren.
- Zwar ist der Anteil an leerverkauften DroneShield-Aktien laut The Motely Fool zuletzt von 16,0 auf 15,9 Prozent leicht zurückgegangen
- Damit bleibe sie dennoch die am stärksten leerverkaufte Aktie an der australischen ASX, der wichtigsten australischen Wertpapierbörse
DroneShield wird wohl weiter unter Druck bleiben
Es ist ein unrühmlicher Rekord – ohne Hoffnung auf Besserung. Die ehrgeizigen Wachstumserwartungen des Unternehmens „sowie die laufende Untersuchung der australischen Wertpapier- und Investitionskommission (ASIC) zu früheren Marktmitteilungen und Aktienhandelsaktivitäten dürften weiterhin das Interesse von Leerverkäufern auf sich ziehen“, so die Einschätzung. Und Anleger hätten vor DroneShield wahrlich gewarnt sein können.
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