DroneShield-Aktie: Unberechenbar!

Die Aktie von DroneShield sprang am Donnerstag um zeitweilig elf Prozent. Kurios: Einen nachvollziehbaren Grund hätte es dafür zwei Tage zuvor gegeben.

Auf einen Blick:
  • Die DroneShield-Aktie meldete sich unverhofft am Donnerstag zurück
  • Zeitweilig ging es beim Drohnenabwehr-Spezialisten bis auf 1,11 Euro
  • War es die verspätete Reaktion auf eine gute Nachricht vom Dienstag?

Die Aktie von DroneShield bleibt eines: unberechenbar. Die Papiere des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten beendeten den Dienstag in Frankfurt bei 0,99 Euro, und damit dem tiefsten Stand seit November vergangenen Jahres. Am Mittwoch verbesserte sie sich nur ganz leicht auf wieder 1,00 Euro. Am Donnerstag kam dann plötzlich wieder Leben in die DroneShield-Aktie, schob sich zeitweilig um elf Prozent auf bis zu 1,11 Euro. Die gute Nachricht allerdings lag zu diesem Zeitpunkt genau zwei Tage zurück.

DroneShield Aktie Chart

DroneShield meldete US-Abnahme für Abwehrsystem

Denn am Dienstag hatte das Unternehmen die erfolgreiche Installation und Abnahme seiner DroneSentry-X Mk2-Systeme zur Drohnenabwehr (C-UAS) auf „Infantry Squad Vehicles“ (ISV) des US-Militärs bekanntgegeben. „Dies erfolgte im Rahmen des bereits zuvor angekündigten Vertrags mit der Joint Interagency Task Force 401 (JIATF-401)“, hieß es in der Mitteilung. Und weiter: „Dieser Meilenstein wurde rund 80 Tage nach Vertragsvergabe erreicht.“

  • Im Rahmen des Programms schloss DroneShield demnach die Lieferung, die Fahrzeuginstallation, die Abnahmeprüfungen sowie die Bedienerschulung ab
  • Aufgrund einer kürzlich erfolgten Vertragsänderung sei die Installation von drei weiteren DroneSentry-X Mk2-Einheiten geplant, hieß es

Das DroneSentry-X Mk2-System ermöglicht laut Mitteilung die fahrzeuggestützte Erkennung und elektronische Abwehr von Bedrohungen durch unbemannte Luftfahrzeuge.

Reagierte DroneShield-Aktie mit Verspätung?

„Fähigkeiten zur Drohnenabwehr müssen in dem Tempo bereitgestellt werden, in dem sich die Bedrohungslage entwickelt“, erklärte Nate Webb, Director of Strategic Projects bei DroneShield. Das Erreichen der anfänglichen Einsatzfähigkeit sei „ein eindrucksvoller Beleg dafür, was erforderlich ist, um eine Anforderung zur Drohnenabwehr in eine einsatzbereite Fähigkeit im Feld umzusetzen.“ Warum die DroneShield-Aktie erst mit Verspätung auf den Erfolg reagiert, ist unklar. Ebenso, wie lange die gute Stimmung an den Märkten anhalten wird.

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