DroneShield-Aktie: Sie hätten gewarnt sein können!

Die Aktie von DroneShield fiel zum Wochenstart auf nur noch 1 Euro zurück. Wirklich überraschend kommt das beim australischen Drohnenabwehr-Spezialisten nicht.

Auf einen Blick:
  • Die DroneShield-Aktie hat seit Ende August mehr als 20 Prozent eingebüßt
  • Dass der Anti-Drohnen-Spezialist in Nöte geraten könnte, war absehbar
  • Die Umsätze stiegen weniger als erwartet, aus einem Gewinn wurden Verluste
  • Der Titel hat zudem die höchste Shortquote an der australischen Börse ASX

Kurz vor den Quartalszahlen war plötzlich wieder Hoffnung da: Bis auf 1,27 Euro war die Aktie von DroneShield gestiegen, einen erkennbaren Grund dafür gab es eigentlich nicht. Und so passierte nach dem am 26. August vorgelegten Bericht, was zu erwarten war: Die Die Papiere des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten verlieren seitdem immer mehr an Wert. Am Montag ist es dann passiert: Die DroneShield-Aktie fiel bis auf nur noch 1 Euro zurück, hat seit ihrem Zwischenhoch somit mehr als 20 Prozent an Wert eingebüßt. Doch die Anleger hätten gewarnt sein können.

DroneShield Aktie Chart

DroneShield rutschte in die Verlustzone

„DroneShield-Aktie: Das Risiko bleibt hoch!“ – so war am 31. August an dieser Stelle ein Artikel überschrieben, der all die Probleme zusammenfasste, die das Unternehmen aktuell umfängt. Sicherlich: Auf Einnahmenseite in den ersten sechs Monaten hatte DroneShield Rekorderlöse in Höhe von 125,76 Millionen Australische Dollar (rund 77,5 Millionen Euro) ausgewiesen nach lediglich 72,3 Millionen im Vorjahr. Gleichzeitig allerdings stand nach dem ersten Halbjahr ein Nettoverlust von 32,2 Millionen AUD (knapp 20 Millionen Euro), im Vorjahreszeitraum verzeichnet man noch ein Plus von 2,1 Millionen AUD.

Und der nächste Schock wartete auf die Märkte, als in der vergangenen Woche die Prognose das Geschäftsjahr 2026 vorlag.

  • Demnach geht das Management von gesicherten Umsätzen von umgerechnet 251 Millionen US-Dollar aus
  • Damit erreicht DroneShield wohl nur das untere Ende der ursprünglichen Prognose von 250 bis 270 Millionen US-Dollar

Leerverkäufer setzten DroneShield unter Druck

Neben den noch immer nicht abgeschossenen Ermittlungen der australischen Börsenaufsicht aufgrund von möglicherweise illegalen Insidergeschäften im Herbst 2025, lastet ein weiteres Problem auf der DroneShield-Aktie: Die Shortquote (Leerverkaufsquote) der Aktie liegt im September 2026 bei rund 15,4 Prozent und führt damit laut Medienberichten die Liste der am stärksten geshorteten Werte an der australischen Börse (ASX) an. Zur Erinnerung: Mit diesen Leerverkäufen setzen Hedgefonds auf weiter fallende Kurse bei den Australiern.

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