DroneShield zeigt sich aktuell noch immer extrem schwach. Am Freitag waren die Australier mit dem Abschlag von rund -7,8 % in das Wochenende gegangen. Und dennoch: Zum Wochenauftakt nun legte DroneShield immerhin 3,02 % zu. Die Aktie kommt auf einen Kurs von 1,33 Euro, was noch keinen Befreiungsschlag, sondern eine minimale Pause darstellt. Die Aktie verlor damit in nur vier Wochen über -17,64 %. Bitter. Denn es gibt an sich für Anti-Drohnen-Systeme einen Markt.
Die Entwicklung der zurückliegenden sechs Monate fällt ähnlich schwach aus. 28,45 % Verlust wurden verbucht. Die Nachrichtenlage verrät derzeit wenig, was richtig Hoffnung machen könnte, so die Auffassung der Beobachter zu den Entwicklungen der vergangenen Tage.
DroneShield: Es fehlt einfach zu viel
Es fehlen im Grunde genommen noch fast 70 Cent, um die wichtige Marke von 2 Euro zurückzuerobern. Das jedenfalls meinen sowohl die technischen Analysten als auch die Chartanalysten.
Die Schwäche der Aktie ist allerdings weniger auf die technische Ausgangslage als vielmehr auf die weiterhin laufenden Ermittlungen der australischen Börsenaufsicht zurückzuführen. Dabei geht es um die mögliche Verletzung von Offenlegungspflichten im Zusammenhang mit Insiderverkäufen im vergangenen Jahr. Die Märkte reagieren diesbezüglich weiterhin zurückhaltend. Neue Informationen liegen bislang kaum vor. Insofern dürfte die Unsicherheit zunächst bestehen bleiben. Der Markt hat den Daumen deshalb weiterhin gesenkt.
Fundamental hat sich für das Unternehmen hingegen wenig geändert. Immerhin verfügt DroneShield bereits über fest zugesagte Umsätze für das laufende Jahr in Höhe von 155 Millionen australischen Dollar. Damit ist ein wesentlicher Teil der Erlöse bereits abgesichert.
Der Umsatz war im vergangenen Jahr bereits sehr kräftig gestiegen und dürfte in den kommenden Jahren weiter deutlich wachsen. Dafür spricht vor allem die bestehende Auftragspipeline mit einem Volumen von rund 2,1 Milliarden australischen Dollar. Zum Vergleich: Für das laufende Jahr werden Umsätze von etwas mehr als 300 Millionen australischen Dollar erwartet, im kommenden Jahr von gut 420 Millionen australischen Dollar. Das bestehende Auftragsvolumen bildet damit bereits eine solide Grundlage für die kommenden Jahre.
DroneShield Aktie Chart
Entscheidend für die Börse bleibt allerdings die Geschwindigkeit dieses Wachstums. DroneShield baut seine Produktion von Anti-Drohnen-Systemen inzwischen auch in Europa aus. Dabei geht es unter anderem um die Abdeckung der Nachfrage im NATO-Umfeld. Gleichzeitig dürfte der Schritt auch dazu dienen, europäische Ausschreibungsbedingungen besser zu erfüllen. Das Unternehmen möchte vermeiden, Aufträge allein deshalb zu verlieren, weil wesentliche Komponenten nicht in Europa gefertigt werden. Mit dem Ausbau der Kapazitäten sichert DroneShield daher zugleich seine Absatzmärkte.
Die Aktie ist trotz der jüngsten Kursverluste weiterhin vergleichsweise hoch bewertet. Die Fantasie des Marktes basiert jedoch neben der Hoffnung auf eine Klärung der laufenden Untersuchung vor allem auf den erwarteten Umsatzsteigerungen. In dieses Bild passt auch die jüngste Nachricht: Das Unternehmen hat einen Auftrag der US-Armee im Volumen von 24,9 Millionen Dollar erhalten.
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