Die Aktie von DroneShield gerät am Dienstag massiv unter Druck. Auf der Handelsplattform Tradegate stand zeitweilig ein Abschlag von zuvor 1,28 auf 1,11 Euro, ein Minus von rund 13 Prozent, bevor sich die Papiere des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten wieder etwas fingen. Dabei hatte DroneShield am Dienstag in Form von RfAI-3 die dritte Generation seiner Technologie zur Funkfrequenzerkennung vorgestellt und einen neuen Auftrag mit einem Reseller für einen europäischen Militärkunden im Wert von 23,2 Millionen australische Dollar (AUD) vermeldet. Es nutze alles nichts.
DroneShield Aktie Chart
DroneShield 2026 mit geringerer Bruttomarge
Denn am gleichen Tag legte DroneShield die vorläufigen Zahlen aus dem zweiten Quartal 2026 vor, die zunächst sogar gut klingen:
- Der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 werde voraussichtlich 125,8 Mio. US-Dollar betragen
- dies entspreche einem Anstieg von 74 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
Dies teilte das Unternehmen in einem Geschäfts-Update mit. Dann aber der entscheidende Passus, der die Anleger offenbar aufschrecken ließ:
Die Bruttomarge für das erste Halbjahr 2026 werde auf 60 Prozent geschätzt (gegenüber 65 Prozent im entsprechenden Vorjahreszeitraum), hieß es. „Dieser Rückgang ist auf den Umsatzmix zwischen DroneShield-Lösungen und Hardware von Drittanbietern, Währungsschwankungen sowie Wertminderungen bei Rohstoffen zurückzuführen, die im Zuge der Standortverlagerung festgestellt wurden“, so die Erklärung.
Anstieg bei DroneShield ausgebremst
Damit nicht genug: Basierend „auf den vertraglich gesicherten Umsätzen für das Geschäftsjahr 2026 und den im weiteren Jahresverlauf zu erwartenden Aufträgen“ rechnet DroneShield nun mit einem Gesamtumsatz im Bereich von 250 Mio. bis 270 Mio. US-Dollar für das Geschäftsjahr 2026. Das allerdings entspricht lediglich einem Anstieg von 15 bis 25 Prozent gegenüber 2025. Die vermeintliche Erfolgsstory, so scheint es, wird empfindlich ausgebremst. Die Aktie indes hat seit ihrem Höchststand von 3,79 Euro im Oktober 2025 inzwischen rund 70 Prozent an Wert eingebüßt.
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