DroneShield hat seit seinem Hoch einen Rückgang von über 61 Prozent verkraften müssen. Dabei wurde nicht nur die vorherige Aufwärtsstruktur gebrochen, sondern auch eine wichtige Unterstützungszone unterschritten. Genau diese Zone versucht der Markt derzeit zurückzuerobern, ein Bereich, der für den weiteren Verlauf entscheidend sein dürfte.
Insiderverkäufe und Falschmeldungen belasten den Kurs
Während das operative Geschäft so stark läuft wie nie zuvor, verliert das Management durch eine Reihe unglücklicher Entscheidungen massiv an Vertrauen. Der Auslöser der jüngsten Eskalation war eine Meldung, die am 13. November wie ein Schlag in den Markt einschlug. CEO Oleg Vornik hatte in den Tagen zuvor Aktien im Wert von rund 49,5 Millionen australischen Dollar verkauft, insgesamt 14,8 Millionen Stück. Besonders kritisch wirkt die zeitliche Nähe zu einem fehlerhaften ASX-Announcement, das bereits wenige Tage zuvor für Irritation gesorgt hatte. Und Vornik war nicht der einzige Insider, der größere Positionen abbaute. Auch der Chairman sowie ein nicht-exekutives Vorstandsmitglied trennten sich von Anteilen im Gesamtwert von rund 66 bis 67 Millionen Dollar. Selbst wenn diese Transaktionen formal regelkonform waren, bleibt der Eindruck mangelnden Fingerspitzengefühls.
Der Hintergrund am betreffenden Montagmorgen veröffentlichte DroneShield eine Mitteilung über einen vermeintlich neuen Auftrag im Volumen von 7,6 Millionen Dollar. Die Aktie sprang unmittelbar um fast neun Prozent nach oben, bevor der Handel ausgesetzt wurde. Wenige Stunden später folgte die unangenehme Korrektur. Die Verträge seien nicht neu, sondern lediglich regulatorisch bedingte Neuausstellungen bereits bestehender Aufträge.
Tragisch ist, dass diese Verwerfungen ausgerechnet in einer Phase auftreten, in der DroneShield operativ so stark performt wie nie zuvor. Die Zahlen für das dritte Quartal sprechen eine deutliche Sprache. Mit knapp 93 Millionen Dollar Umsatz, einem Plus von mehr als 1.000 Prozent gegenüber dem Vorjahr, setzte das Unternehmen neue Maßstäbe. Allein im dritten Quartal flossen 77 Millionen Dollar in die Kassen, genug, um DroneShield klar in den positiven operativen Cashflow zu katapultieren.
DroneShield-Aktie im Chart-Check
DroneShield hat seit dem Hoch ohne nennenswerte Reaktion sämtliche Zonen durchbrochen und damit sowohl die letzten Hochs als auch die vorherigen Tiefs unterschritten. Der Kurs befindet sich derzeit an einer Unterstützung, die für den weiteren Verlauf durchaus relevant sein kann. Ebenso wichtig sind die Tiefs im Bereich von rund 3 AUD, die mitten in einem noch offenen GAP liegen. Fällt die Aktie auch unter diese Marken, liegt die nächste markante Unterstützungszone erst wieder bei etwa 1,20 AUD. Auf der Oberseite stellen die letzten Hochs bei ungefähr 4,20 AUD und 6,50 AUD die entscheidenden Widerstände dar, die auf dem Weg nach oben überwunden werden müssten. Hier das Ganze im Tageschart.

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/N8vFJNmC/
An der aktuellen Schwelle wäre ich mit einer Positionierung vorsichtig. Sollte der Markt das GAP schließen und anschließend die aktuelle Zone oder auch die letzten Tiefs anlaufen und dort Kaufkraft zeigen, könnte sich daraus eine Chance auf weiter steigende Kurse und damit eine mögliche Kauf-Chance ergeben.
Kommt es hingegen an der aktuellen Zone oder nach dem Schließen des GAPs zu einer Abweisung, wäre das eine potenzielle Verkaufs-Chance. Für ein belastbares Short-Szenario ist jedoch das Unterschreiten der aktuellen Zone entscheidend. Das Ziel läge dann im Bereich um 1,20 AUD.
Ihr Konrad
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