DroneShield-Aktie: Jenseits von Gut und Böse!

Die Aktie des Dronenabwehr-Spezialisten DroneShield rutscht am frühen Donnerstag noch weiter in den Kurskeller. Das hat seine Gründe, Shortseller sind nur einer davon.

Auf einen Blick:
  • Die DroneShield-Aktie sackte am Donnerstag im frühen Handel sechs Prozent ab
  • Doch der Drohnenabwehr-Spezialist könnte noch weiter unter Druck geraten
  • Kein australischer Titel hat eine solche hohe Shortquote wie DroneShield

Die Aktie des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten DroneShield waren einst der Star an der Börse. Von 0,36 Euro noch im Februar 2025 waren die Anteilscheine bis Oktober völlig irrational auf 3,81 Euro geschossen. Doch die Feier ist längst vorbei. Lange pendelte die DroneShield-Aktie einem erneuten Kursknick nach Zahlen zum zweiten Quartal um einen Wert von 1,08 Euro, im frühen Handel am Donnerstag aber rutschte sie auf Tradegate plötzlich um weitere sechs Prozent ab auf noch 1,02 Euro. Das hat ganz offensichtlich Gründe.

DroneShield Aktie Chart

DroneShield mit absurd hohem Börsenwert

Denn beim Blick auf die Realität, ist auch das aktuelle Kursniveau noch jenseits von Gut und Böse. Sicherlich, in den ersten sechs Monaten 2026 verbuchte DroneShield Rekorderlöse in Höhe von 125,76 Millionen AUD (rund 77,5 Millionen Euro) nach lediglich 72,3 Millionen AUD im Vorjahr. Der Börsenwert allerdings beläuft sich trotz des Kurssturzes seit Oktober noch immer auf etwas mehr als 1 Milliarde Euro.

  • Auf der Seite finanzen.net wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit einem irrwitzigen Wert von 810 angegeben
  • Doch diese Angabe ist möglicherweise ohnehin überholt, war DroneShield zuletzt doch in die Verlustzone gerutscht

Im ersten Halbjahr 2025 war noch ein kleines Plus gestanden, nun wiesen die Australier einen Nettoverlust 32,2 Millionen AUD aus, was knapp 20 Millionen Euro entspricht. Und so ist die Wette auf mittelfristig weiter fallende Kurse keine allzu gewagte.

DroneShield nur bei Shortsellern an der Spitze

Das sehen auch die großen Hedgefonds so, die mit ihren Shorts genau das tun: Nach Daten der australischen Börsenaufsicht ASIC waren zum 27. August 15,5 Prozent des gesamten Aktienregisters leerverkauft – „mehr als bei jedem anderen Titel an der Australian Stock Exchange (ASX)“, heißt es auf Börse online. Diese extreme Shortquote sorge „für erheblichen Abwärtsdruck, der sich auch im Kursverlauf dieses Jahres ablesen lässt“. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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