DroneShield geht mit starkem Geschäft, schwachem Kurs und offenen Governance-Fragen in eine heikle Hauptversammlung. Der neue Chef und der künftige Chairman müssen Vertrauen aufbauen. Das wird kein Routine-Termin.
Neue Führung unter Druck
Die Hauptversammlung ist für den 29. Mai 2026 um 10:00 Uhr AEST in Sydney angesetzt. Aktionäre können auch per Webcast teilnehmen.
Angus Bean führt das Unternehmen seit dem 8. April 2026. Hamish McLennan rückte am 1. Mai 2026 als unabhängiger Non-Executive Director in den Verwaltungsrat. Nach der Hauptversammlung soll er den Vorsitz übernehmen.
Damit endet die lange Ära von Peter James. Der Gründungs-Chairman tritt nicht zur Wiederwahl an, nachdem er das Board seit dem Börsengang 2016 geprägt hat.
McLennan bringt Kapitalmarkterfahrung mit. Bei REA Group stieg unter seinem Vorsitz der Börsenwert von rund A$2 Mrd. auf etwa A$20 Mrd.
ASIC-Prüfung belastet den Neustart
Schwerer wiegt die laufende Prüfung der australischen Börsenaufsicht ASIC. Sie untersucht Mitteilungen aus November 2025 und Aktienverkäufe von Führungskräften rund um eine später zurückgezogene US-Vertragsmeldung.
Damals veröffentlichte DroneShield Vertragszahlen, die sich später als falsch erwiesen. In dieses Zeitfenster fielen auch Aktienverkäufe des damaligen CEO Oleg Vornik, des damaligen Chairman Peter James und weiterer Manager.
Das Unternehmen will mit der Behörde kooperieren. Offen ist, ob und welche Maßnahmen aus der ASIC-Prüfung folgen.
Bean und McLennan setzen deshalb früh auf neue Regeln. Bean muss Aktien im Wert von 200% seines Jahresgehalts halten. McLennans Aktienzuteilung bleibt bis nach dem 1. Mai 2027 gesperrt.
Auch die Vergütung steht zur Abstimmung. Beans Paket enthält leistungsabhängige Optionen, die an Umsatzmarken von A$300 Mio., A$400 Mio. und A$500 Mio. gekoppelt sind.
Starkes Geschäft, gespaltener Markt
Operativ liefert DroneShield weiter kräftige Zahlen. Die Kundenzahlungen erreichten im Auftaktquartal A$77,4 Mio. Das war ein Plus von 360% zum Vorjahr.
Der SaaS-Umsatz stieg um 205% auf A$5,1 Mio. In der Kasse liegen mehr als A$220 Mio., Schulden gibt es nicht. Das stützt die Wachstumsstory.
Für das laufende Jahr hat DroneShield bereits A$155 Mio. an gebundenem Umsatz gesichert. Die Pipeline liegt bei A$2,2 Mrd. Darin stecken mehrere Einzelaufträge über A$30 Mio.
Der Markt bleibt trotzdem vorsichtig. Die Aktie notiert bei 1,98 Euro und liegt auf Wochensicht 9,27% im Minus. Über zwölf Monate steht aber weiter ein Plus von 161,99%.
Zum Hoch von 3,65 Euro aus Oktober 2025 fehlen rund 46%. Der Kurs liegt zudem unter der 200-Tage-Linie, was den kurzfristigen Druck sichtbar macht.
Auch Analysten liegen auseinander. Jefferies bleibt bei „Hold“ mit einem Kursziel von A$3,70. Bell Potter sieht mehr Potenzial und nennt „Buy“ mit A$4,80.
Am 29. Mai liegt der Prüfpunkt klar auf dem Tisch: Governance, Vergütung und der Umgang mit ASIC. Operativ muss DroneShield belegen, dass Pipeline und Softwareumsatz schneller in planbare Erträge münden.
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