DroneShield-Aktie: Die große Lüge!

DroneShield erwartet 250 bis 272 Millionen AUD Umsatz, bleibt beim EBIT im Minus und weist mit rund 15 Prozent die höchste Shortquote Australiens auf.

Auf einen Blick:
  • Jahreserlös bleibt hinter Wachstumserwartungen
  • EBIT weiterhin deutlich negativ
  • Rund 15 Prozent Shortquote
  • Analystenziele liegen teils deutlich höher

Wenig verwunderlich ist die Entwicklung von DroneShield am Mittwoch ein wenig belastet. Nach starken Tagen ist die Aktie am Dienstag wieder etwas gefallen und erreichte noch 1,09 Euro.

Es geht bei DroneShield insgesamt an den Aktienmärkten gar nicht mehr massiv voran. Es gibt starke Tage wie zuletzt, allerdings ohne signifikanten Beitrag zum Ergebnis. Denn noch immer sind die Börsen zum einen enttäuscht, dass das Unternehmen für Anti-Drohnen-Systeme einen relativ schlechten Jahresausblick gegeben hatte.

Umsatz ist entscheidend: Der ist nicht stark genug

Bei der Präsentation der Zahlen zum zweiten Quartal war noch einmal deutlich geworden, dass der Umsatz im laufenden Jahr nur auf 250 bis 272 Millionen AUD steigen wird. Das ist zwar ein Anstieg und auch damit verbunden, dass das Unternehmen profitabel arbeitet. Dies bleibt allerdings zu wenig, um die Ansprüche an das Wachstum des Unternehmens noch zu erfüllen.

Es ist zu bedenken, dass das Unternehmen letztlich vergleichsweise teuer ist, bezogen auf den Gewinn. So wurde zuletzt ein EBIT ohne außerordentliche Posten in Höhe von minus 16,6 Millionen AUD gemeldet. Generell ist das EBIT damit mit minus 13,70 Millionen AUD gemeldet worden. Am Ende wird das Unternehmen wahrscheinlich wirtschaftlich relativ stark enttäuschen.

Darauf setzen offensichtlich auch noch die Short-Investoren. Das Unternehmen bleibt mit rund 15 % das am stärksten geshortete Unternehmen in Australien.

DroneShield Aktie Chart

Insofern müssen sich Investoren in Europa fragen, ob die Aktie den nächsten Angriff auf die Marke von 1 Euro wirklich überstehen kann. Immerhin gibt es einige Analysten, die davon ausgehen, dass ihr Kursziel deutlich über dem aktuellen Kursniveau liegen könnte. Die allerdings haben aktuell angesichts fehlender neuer Daten wenig zu lachen. Entweder sie irren sich fundamental – oder zwingend die andere Seite, die Short-Investoren.

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