DroneShield-Aktie: Dazu hätte es nicht kommen dürfen!

Der Kurs sank auf 0,98 Euro, während Essity seinen Anteil unter die Meldeschwelle verringerte; der Halbjahresumsatz legte zu.

Auf einen Blick:
  • Aktie fällt auf 0,98 Euro
  • Essity-Anteil unterschreitet Meldeschwelle
  • Halbjahresumsatz steigt um 74 Prozent
  • Rahmenvertrag umfasst bis zu 500 Millionen Dollar

Eine schwierige Situation erlebt jetzt wieder die australische DroneShield. Noch am Freitagabend schleppte sich der Titel mit einem Kurs von 1 bis 1,01 Euro über die Ziellinie. Hier geht derzeit nicht mehr viel. Schon am Montag bestätigt sich der Befund. Ein Minus von 1 % bringt die Aktie unter die Marke von 1 Euro, was ein klares Misstrauensvotum darstellt. Der Kurs fiel auf 0,98 Euro!

Die Aktie hat derzeit einen Abstand von 25,2 % zum sogenannten GD 100 und mehr als 43 % zur 200-Tage-Linie. Sie befindet sich in einem sehr klaren Abwärtstrend und hat jetzt wieder damit zu kämpfen, dass die Situation auch charttechnisch ausgesprochen mühsam aussieht.

DroneShield sollte zumindest aus Sicht der Chartanalysten nicht unter die Marke von 1 Euro fallen. Dann wäre die Abwärtsdynamik wieder sehr viel größer. Aktuell sieht es so aus, als sollte genau dieses Szenario eintreten, so die Befürchtung.

Aktionär steigt aus

Eine der großen Schwächen der vergangenen Sitzungen ist bekannt: Offensichtlich war dafür unter anderem eine Nachricht über Essity, einen Anteilseigner, verantwortlich. Das Unternehmen hat Kapital umgeschichtet, wie es heißt. Das bedeutet letztlich, dass Essity Kapital abgezogen hat und mit seinem Anteil an DroneShield unter die Meldeschwelle gefallen ist. Dies ist ein durchaus schwaches Signal.

Fraglich ist bei DroneShield ohnehin, wie schnell die Börsen wieder deutlichere Signale für Kursgewinne setzen können.

Vor Kurzem war DroneShield damit aufgefallen, dass die amerikanische Tochter vermeintlich einen Auftrag über bis zu 500 Millionen Dollar erhalten hätte. Das ist falsch. Bei den 500 Millionen Dollar handelt es sich lediglich um einen Rahmenvertrag, der innerhalb von drei Jahren abgerufen werden kann. Die Börsen haben diese Vereinbarung offenbar etwas zu optimistisch betrachtet.

Dabei war das Unternehmen im ersten Halbjahr durchaus erfolgreich. Am 26. August waren die Zahlen dazu veröffentlicht worden. Der Umsatz war im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 74 % geklettert. Das reicht den Börsen offensichtlich allerdings nicht, weil der Umsatz im laufenden Jahr nur auf 250 bis 270 Millionen AUD taxiert wird. Das ist etwas weniger als zuvor gedacht.

Zudem haben die Börsen Angst, dass die Bruttomarge am Ende nicht bei 65 % landen wird, sondern tatsächlich wieder bei beispielsweise 60 %, wie im ersten Halbjahr. Damit würde das Unternehmen weniger profitabel, jedenfalls relativ betrachtet, wirtschaften als im Jahr zuvor.

Insofern bleibt DroneShield unter Beobachtung. Ob der Einbruch so hart hätte ausfallen müssen, sei weiterhin dahingestellt. Immerhin hat die Aktie im laufenden Jahr insgesamt einen Abschlag von 48,9 % hinnehmen müssen, obwohl die Umsätze steigen.

DroneShield Aktie Chart

Die Börsen haben hier also ein hartes Urteil gefällt. Analysten können sich dem auch nicht ganz anschließen. Ihre Kursziele liegen jedenfalls erheblich über dem, was die Aktie derzeit an den Aktienmärkten kostet.

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