DroneShield-Aktie: Das darf doch nicht wahr sein!

Illegale Drohnenflüge über Straßburger Gefängnis erzwingen Stopp von Nachtlandungen am Klinikum. DroneShield sieht wachsenden Bedarf für Abwehrsysteme.

Auf einen Blick:
  • Klinik-Flugbetrieb durch Drohnen gestört
  • Schmuggel per Drohne über Gefängnismauern
  • DroneShield sieht steigende Nachfrage
  • Sicherheitslösungen für Justizvollzug gefragt

Ein Vorfall im französischen Straßburg zeigt, welche Folgen illegale Drohneneinsätze mittlerweile haben können. Nach Angaben des Branchenportals C-UAS Hub mussten nächtliche Hubschrauberlandungen am Hautepierre-Krankenhaus zeitweise eingestellt werden, weil Drohnen für Schmuggellieferungen an ein nahegelegenes Gefängnis im Luftraum unterwegs waren.

DroneShield-Aktie: Schmuggel-Drohnen um Gefängnis gefährden Luftraum

Patienten mussten deshalb auf andere Landeplätze umgeleitet werden, was nach Angaben der Behörden und des Krankenhauses Verzögerungen von bis zu 45 Minuten verursachen konnte.

Berichten zufolge nutzen Kriminelle Drohnen, um Mobiltelefone, Drogen und andere verbotene Gegenstände in die Justizvollzugsanstalt Elsau zu transportieren. Die Gefahr möglicher Kollisionen mit Rettungshubschraubern führte dazu, dass Nachtlandungen am Krankenhaus vorübergehend ausgesetzt wurden. Allein seit April wurden zahlreiche Drohnensichtungen im Bereich des Krankenhauses gemeldet.

DroneShield-Aktie: Antidrohnen-Technologien gefragt

Auf die Vorkommnisse im Elsass hat auch das Unternehmen DroneShield aufmerksam gemacht. Der australische Spezialist entwickelt Systeme zur Erkennung, Verfolgung und Abwehr unbemannter Fluggeräte. Derartige Vorfälle verdeutlichen den Bedarf an Lösungen, die Drohnen möglichst früh identifizieren und Sicherheitskräfte bei der Reaktion unterstützen können.

Nach Angaben von DroneShield umfasst das Angebot für den Bereich „Prison & Corrections“ insbesondere Sensorlösungen zur Drohnenerkennung, Systeme zur Lokalisierung von Piloten sowie Technologien zur Störung oder Unterbindung unerlaubter Drohnenaktivitäten.

Zur Einordnung: Der Fall aus Straßburg zeigt, dass Drohnen nicht nur für Gefängnisse selbst ein Sicherheitsrisiko darstellen. Werden sie in der Nähe kritischer Infrastruktur eingesetzt, können auch Krankenhäuser, Rettungsdienste oder der Luftverkehr betroffen sein. DroneShield sieht darin einen wachsenden Absatzmarkt für seine Technologien.

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