DroneShield-Aktie: Eine böse Falle!

Die Aktie des Drohnenabwehrspezialisten DroneShield erlebt einen schwarzen Freitag. Donald Trump und Shortseller machen der jüngsten Erholung ein Ende.

Auf einen Blick:
  • Die DroneShield-Aktie hatte sich zuletzt wieder etwas stabilisiert
  • Am Freitag aber brechen die Papiere um gut acht Prozent ein
  • Trumps Zollandrohungen und steigende Shortquote belasten
  • Der Drohnenabwehrspezialist verliert die Hälfte seines Börsenwerts

Die Aktie von DroneShield schien auf dem Weg der Besserung. Nachdem die Anteilscheine des australischen Drohnenabwehrspezialisten Ende vergangener Woche bis auf 1,28 Euro zurückgefallen waren, hatten sie sich bis zum Handelsschluss am Donnerstag wieder ordentlich erholt. 1,38 Euro standen bei der DroneShield-Aktie auf dem Kurszettel, die Optimisten schienen sich wieder durchzusetzen. Doch sie tappten in eine böse Falle.

Trump und Shortseller setzen DroneShield unter Druck

Denn am Freitag im Vormittagshandel in Frankfurt erwischte es die Aktie mächtig, DroneShield brach um mehr als acht Prozent auf zwischenzeitlich 1,25 Euro ein. Damit hatte sie sämtliche Zugewinne aus den vergangenen Tagen wieder mehr als  abgegeben. Gut möglich, dass die erneuten Zollandrohungen von US-Präsident Trump aus der Nacht dabei eine Rolle spielten. Die echte Gefahr allerdings lauert von anderer Seite.

Denn laut finanzen.net ist die Shortquote des Titels nach Daten der australischen Finanzaufsichtsbehörde ASIC binnen einer Woche von rund 11,9 auf rund 12,8 Prozent des Streubesitzes gestiegen. „Damit zählt DroneShield weiterhin zu den am stärksten geshorteten Werten am australischen Markt“, so der Bericht.

  • Und die Leerverkäufer sind nicht die einzigen, die das kleine Unternehmen für überbewertet halten
  • Zuletzt hatte Jefferies das Kursziel für DroneShield von 2,80 auf 2,05 Australische Dollar gesenkt, umgerechnet 1,26 Euro

Jeffries senkte zuletzt Erwartungen an DroneShield

Jeffries hatte die Umsatzschätzungen für die Geschäftsjahre 2026 bis 2028 um weitere neun Prozent zusammengestrichen. Die Prognosen für den Gewinn je DroneShield-Aktie hatte die Bank je nach Jahr um fünf bis 16 Prozent reduziert. Als Grund nannte Jefferies ausbleibende große Auftragserfolge für das australische Unternehmen sowie ein enger werdendes Zeitfenster für Auslieferungen. Bei den Anlegern scheint diese Warnung nun angekommen zu sein. DroneShield hat binnen eines halben Jahres rund die Hälfte seines Börsenwerts eingebüßt.

DroneShield Aktie Chart

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