Bei DroneShield gehen die Erwartungen an der Börse weit auseinander. Die Aktie schloss am Montag nach einem Rückgang von rund 2,3 % bei 0,99 Euro. Während in Australien rund 15 % der Aktien leerverkauft sind, liegen die durchschnittlichen Kursziele der wenigen Analysten bei fast 1,30 Euro.
Einnahmen sind weitgehend hoch genug
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Für die Bewertung spielt inzwischen weniger die Vielzahl der September-Meldungen als die Frage eine Rolle, was aus dem vorhandenen Geschäft finanziell wird. DroneShield hat für 2026 vertraglich gebundene Einnahmen von 251,00 Millionen AUD genannt. Den letzten größeren Einblick in die Profitabilität lieferten jedoch die Halbjahreszahlen vom 26. August. Damals sank die Bruttomarge von 65 auf 60 %, das bereinigte EBITDA betrug minus 12,40 Millionen AUD und der Nettoverlust 32,20 Millionen AUD.
Auch die Untersuchung der australischen Finanzaufsicht ASIC ist kein neues Thema. Sie betrifft Vorgänge aus dem November 2025 und war bereits bei Vorlage der Halbjahreszahlen Ende August bekannt. Neuigkeiten über einen Abschluss der Untersuchung gibt es bislang nicht. Damit bleibt die Frage möglicher Verstöße gegen Offenlegungspflichten offen, ohne dass daraus am Montag ein neuer Impuls für die Aktie entstanden wäre.
Mehrere Meldungen, die zuletzt für Aufmerksamkeit sorgten, liegen ebenfalls bereits einige Zeit zurück. Der US-Auftrag für das JIATF-401-Programm stammt ursprünglich vom 2. Juni. Am 15. September meldete DroneShield lediglich den nächsten Umsetzungsschritt: DroneSentry-X-Mk2-Systeme waren auf Infantry Squad Vehicles installiert und abgenommen worden. Drei weitere Einheiten sind vorgesehen.
Auch die Zusammenarbeit mit AIM Defence zur Integration des Hochenergielasers Fractl wurde bereits am 14. September veröffentlicht. Jünger ist das am 23. September eröffnete Forschungszentrum in Adelaide, das die Entwicklungskapazitäten für Sensorik, Software und elektronische Kampfführung erweitert. Die Meldung liegt inzwischen ebenfalls mehrere Handelstage zurück.
Tatsächlich neu ist dagegen die am 28. September bekannt gegebene Berufung von Lynne Saint. Sie soll am 24. November als unabhängige Non-Executive Directorin in das Board einziehen. Relevant ist indes, dass DroneShield jetzt schnell ggf. die Bruttomarge erhöht. Analysten rechnen wohl bei hohen Kurszielen damit.
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