Der Schutz kritischer Infrastruktur muss aus Sicht von DroneShield neu gedacht werden. In einem am Montag veröffentlichten Blogbeitrag erklärt das Unternehmen, warum klassische Sicherheitsmaßnahmen wie Zäune, Tore, Kameras und Streifen allein nicht mehr ausreichen. Der Grund: Drohnen können solche Schutzmaßnahmen einfach überfliegen und Anlagen aus der Luft beobachten oder angreifen.
DroneShield-Aktie: Die dritte Dimension wird zum Sicherheitsproblem
Flughäfen, Energieanlagen, Häfen, Telekommunikationsnetze und andere wichtige Einrichtungen sind traditionell vor allem am Boden geschützt. Drohnen schaffen jedoch eine neue Schwachstelle: Sie können sich aus der Luft nähern, ohne einen Zaun oder ein Tor passieren zu müssen.
Dabei muss eine Drohne nicht einmal einen direkten Angriff durchführen. Sie kann beispielsweise Anlagen ausspähen, Sicherheitsvorkehrungen beobachten oder den Betrieb stören. Schon eine vergleichsweise günstige Drohne kann laut DroneShield erhebliche Kosten verursachen, etwa wenn ein Flughafen seinen Betrieb unterbrechen muss.
DroneShield spricht deshalb von einer dreidimensionalen Sicherheitsstrategie. Gemeint ist eine dauerhafte Überwachung des niedrigen Luftraums rund um eine Anlage. Sicherheitskräfte sollen nicht erst reagieren, wenn eine Drohne bereits über dem Gelände ist, sondern möglichst früh erkennen, was sich in der Luft bewegt.
DroneShield-Aktie: Mehrere Sensoren sollen ein gemeinsames Lagebild liefern
Dabei setzt DroneShield auf einen mehrschichtigen Ansatz. Funktechnik, Radar, Kameras und Software sollen miteinander verbunden werden. Kein einzelner Sensor kann jede Drohne zuverlässig erkennen, da Fluggeräte unterschiedliche Signale aussenden oder teilweise völlig ohne Funkverbindung unterwegs sein können.
Besonders wichtig ist deshalb die Zusammenführung verschiedener Daten. So können Sicherheitskräfte besser unterscheiden, ob es sich um eine harmlose Drohne oder eine mögliche Bedrohung handelt. Passive Funkerfassung kann dabei helfen, Drohnen zu erkennen, ohne selbst Funksignale auszusenden.
Während das Unternehmen erneut seine Geschäftsperspektive betont, läuft es an der Börse nicht gerade rund. Die DroneShield-Aktie steht auf 6-Monats-Sicht mit 36,4 im Minus. Der Titel befindet sich derzeit in einem Spannungsfeld zwischen hohen Wachstumschancen und Bewertungsdruck.
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