Es war ein einigermaßen versöhnlicher Ausklang einer ansonsten erneut ernüchternden Woche für die Aktie von DroneShield. Nachdem die Papiere des australischen Anti-Drohnen-Spezialisten, ausgehend von 1,11 Euro noch am letzten Handelstag im August, auf Tradegate bis auf 1,01 Euro abgesackt waren, verbesserten sie sich am Freitag wieder auf 1,07 Euro. Im Vergleich zu den 1,42 Euro einen Monat davor, bedeutete das für die DroneShield-Aktie jedoch einen satten Abschlag von 25 Prozent. Dass ein Analystenteam nach Zahlen eine weitaus höhere Prognose abgegeben hatte, muss gar nix heißen.
DroneShield Aktie Chart
Hohes DroneShield-Kursziel durch Bell Potter
Denn nach dem Quartalsbericht der Australier, der Rekorderlöse in Höhe von 125,76 Millionen Australischen Dollar (rund 77,5 Millionen Euro) auswies, allerdings auch einen Nettoverlust von 32,2 Millionen AUD (etwa 20 Millionen Euro), hatte Bell Potter laut Medienberichten die Kaufempfehlung für DroneShield bestätigt.
- Bei einem Kursziel von 2,40 AUD, umgerechnet 1,49 Euro, sehen die Analysten ein Aufwärtspotenzial von aktuell knapp 40 Prozent
- Allerdings hat sich die australische Broker- und Finanzberatungsfirma in der Vergangenheit nicht gerade als treffsicher erwiesen
Nachdem der Umsatz von DroneShield im ersten Quartal 2025 um noch 121 Prozent auf 74,1 Millionen AUD gestiegen war, hatte Bell Potter im April seine Kaufempfehlung bei einem Kursziel von 4,80 AUD bestätigt, was 2,98 Euro entspicht. Zur Einordnung: Die Aktie notierte zu diesem Zeitpunkt bei rund 2,30 Euro.
DroneShield verlor mehr als die Hälfte Börsenwert
Doch satt, wie prognostiziert, weiter zuzulegen, hat der Drohnenabwehr-Spezialist seitdem nicht an Börsenwert gewonnen, sondern hat weit mehr als die Hälfte abgegeben. Ihre völlige Ahnungslosigkeit mussten die selbsternannten Experten von Bell Potter bereits eingestehen, indem sie ihre Prognose seitdem halbierten. Dass sich an der nicht vorhandenen Expertise mittlerweile etwas geändert haben sollte, darauf deutet gar nichts hin.
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