DroneShield will eine zentrale Schwäche klassischer Funkfrequenz-Erkennung bei der Drohnenabwehr überwinden. Mit RfAI-3 hat das Unternehmen kürzlich eine neue KI-basierte Erkennungssoftware vorgestellt, die nach eigenen Angaben Drohnensignale erkennen kann, ohne sie zuvor mit einem bekannten Signal in einer Datenbank abgleichen zu müssen.
DroneShield-Aktie: Unbekannte Drohnen erkennen
Herkömmliche RF-Erkennung basiert laut DroneShield typischerweise auf bekannten Signaturen: Eine Drohne sendet ein Funksignal, dieses wird mit einer Datenbank abgeglichen und bei einer Übereinstimmung erkannt. Das Problem: Neue oder veränderte Signale können zunächst außerhalb des Katalogs liegen.
Genau hier setzt RfAI-3 an. Die neue Generation soll mithilfe von KI auch bislang nicht katalogisierte Funkemitter identifizieren. DroneShield spricht deshalb von einem grundsätzlichen Wechsel weg von der reinen signaturbasierten Erkennung.
DroneShield-Aktie: RfAI-3 deckt Frequenzen bis 7,2 GHz ab
Auch die Frequenzabdeckung wurde ausgeweitet. Während DroneShield die erste RfAI-Generation als schmalbandig und RfAI-2 als Multi-Protokoll-System beschreibt, soll RfAI-3 eine Ultra-Wideband-Abdeckung bis 7,2 GHz ermöglichen.
Der technologische Schritt ist vor dem Hintergrund eines schnell wachsenden Drohnenmarktes relevant. DroneShield verweist auf eine externe Prognose, wonach der weltweite Markt für kommerzielle Drohnen von 24,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025 auf 52,1 Mrd. US-Dollar im Jahr 2033 wachsen könnte. Zusätzlich verbreiten sich individuell gebaute DIY-Drohnen, deren Signale nicht zwangsläufig bereits in bestehenden Erkennungsdatenbanken vorhanden sind.
Zur Einordnung: Für DroneShield ist RfAI-3 strategisch interessant, weil die Leistungsfähigkeit seiner Abwehrsysteme nicht allein von der Hardware abhängt. Wenn die neue KI-Engine unbekannte Drohnensignale tatsächlich zuverlässig erkennt, könnte DroneShield damit eine wesentliche Einschränkung klassischer signaturbasierter Systeme adressieren.
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