DroneShield hat auf der Canaccord Genuity Growth Conference seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt. Der australische Hersteller von Drohnenabwehrtechnik bezifferte die bereits vertraglich gesicherten Erlöse zum 28. Juli auf 206 Millionen australische Dollar und bekräftigte die Jahresprognose von 250 bis 270 Millionen australische Dollar Umsatz. Für das erste Halbjahr 2026 nannte das Unternehmen einen Umsatz von 125,8 Millionen australische Dollar.
Parallel zur Investorenkonferenz stellte DroneShield mit RfRecon ein neues Produkt vor. Das tragbare Gerät zur Funksignal-Aufklärung richtet sich an Verteidigungs-, Behörden- und Sicherheitskunden.
Einen spürbaren Umsatzbeitrag erwartet das Unternehmen erst in der zweiten Jahreshälfte 2026, abhängig vom Verlauf der Beschaffungsprozesse bei den Kunden. Damit reiht sich RfRecon in eine Reihe angekündigter Produktneuheiten ein, mit denen DroneShield sein Portfolio jenseits der bisherigen Kernsysteme verbreitern will.
Kurs bleibt unter Druck trotz bestätigter Ziele
Trotz der bekräftigten Zahlen bleibt die Aktie schwach. Am Freitag schloss das Papier bei 1,21 Euro, ein Minus von 2,5 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Rückgang von 15 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat die Aktie 33 Prozent verloren. Der Kurs notiert damit rund 68 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das die Aktie Anfang Oktober vergangenen Jahres erreicht hatte.
Ein Teil des anhaltenden Drucks dürfte mit der Prüfung durch die australische Finanzaufsicht ASIC zusammenhängen, die vor gut einer Woche bekannt wurde. Die Behörde hatte DroneShield um Amtshilfe für Ermittlungen zu Ankündigungen und Handelsaktivitäten im November 2025 gebeten.
Medienberichten zufolge zählt die Aktie zudem zu den am stärksten leerverkauften Werten am australischen Aktienmarkt, was die Kursschwankungen zusätzlich verstärkt. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 74 Prozent, ein für die Aktie typisches, aber weiterhin hohes Niveau.
Bekannte Beteiligungsänderungen ohne unmittelbaren Bezug zur aktuellen Kursschwäche
Auch institutionelle Anleger haben ihre Positionen in den vergangenen Monaten verändert. JPMorgan Chase war bereits im Juli als bedeutender Anteilseigner mit einer Beteiligung über der Meldeschwelle von fünf Prozent aufgetaucht, Citi-nahe Einheiten überschritten diese Schwelle im August erneut, nachdem eine frühere Beteiligung im Mai wieder unter die Meldegrenze gefallen war. Diese Meldungen fallen zeitlich auseinander und lassen sich nicht als einheitliche, jüngste Kaufwelle deuten.
Anfang August hatte DroneShield zudem Aufträge über 23,2 Millionen australische Dollar von einem Wiederverkäufer für einen europäischen Militärkunden offengelegt.
Für den 26. August hat das Unternehmen die Vorlage der Halbjahreszahlen angekündigt, die die bislang genannten vorläufigen Werte bestätigen sollen – darunter das Umsatzwachstum von 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, eine wiederkehrende Umsatzbasis von 14,2 Millionen australische Dollar sowie eine Bruttomarge von rund 60 Prozent.
Für Anleger bleibt die Ausgangslage zweigeteilt: Operativ liefert DroneShield weiter Wachstum und bestätigt seine Ziele, während aufsichtsrechtliche Fragen und ein hoher Anteil an Leerverkäufen den Kurs belasten. Die Halbjahreszahlen am 26. August dürften zeigen, ob sich das operative Momentum stärker im Kurs niederschlägt.
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