Rekordumsätze auf der einen Seite, Ermittlungen der australischen Börsenaufsicht auf der anderen. Bei DroneShield prallen derzeit operative Stärke und massive Governance-Risiken aufeinander. Ein fehlerhafter Auftrag und millionenschwere Aktienverkäufe der ehemaligen Führungsriege rufen nun die Behörden auf den Plan.
Die Aufsichtsbehörde ASIC nimmt die Kommunikation des Unternehmens aus dem vergangenen November unter die Lupe. Konkret geht es um den Zeitraum, in dem DroneShield Umsätze doppelt verbuchte und eine fehlerhafte Auftragsmeldung kurz nach Veröffentlichung wieder zurückzog. Parallel dazu stießen der damalige CEO Oleg Vornik, Ex-Chairman Peter James und Direktor Jethro Marks Aktien im Wert von 66,8 Millionen Australischen Dollar ab. Sie liquidierten damit ihre gesamten Bestände.
Der Kapitalmarkt reagiert nervös auf die formelle Untersuchung. Nach einem Kursrutsch von fast zehn Prozent am Dienstag stabilisierte sich die Aktie zuletzt leicht bei 3,22 Dollar. Auf Wochensicht steht ein Minus von rund 15 Prozent. Die Verantwortlichen der fraglichen Periode sind inzwischen nicht mehr im Amt. Vornik trat bereits im April zurück, James verlässt den Verwaltungsrat zur anstehenden Hauptversammlung.
Operatives Geschäft brummt
Abseits der juristischen Altlasten wächst das operative Geschäft rasant. Im März-Quartal kletterte der Umsatz um 121 Prozent auf 74,1 Millionen Dollar. Die Kundeneinzahlungen erreichten mit gut 77 Millionen Dollar einen neuen Rekordwert.
Das Unternehmen profitiert stark von der anhaltenden Nachfrage nach Verteidigungstechnologie. Auch das Software-Geschäft zieht an. Der operative Cashflow lag im ersten Quartal bei 24 Millionen Dollar. Mit einem Barbestand von knapp 223 Millionen Dollar und ohne Schulden kann DroneShield seine Expansion aus eigener Kraft finanzieren. Kapitalerhöhungen sind vorerst vom Tisch.
Vertrauen als neue Währung
Ein starkes Wachstumsprofil verliert an Wert, wenn Investoren an der Qualität der Unternehmensmeldungen zweifeln. Der neue CEO Angus Bean und der designierte Chairman Hamish McLennan stehen nun in der Pflicht.
Auf der Hauptversammlung am 29. Mai müssen sie die Aktionäre davon überzeugen, dass die internen Kontrollmechanismen greifen. Die voraussichtlich monatelange ASIC-Untersuchung bleibt ein Bremsklotz, den das Management durch maximale Transparenz abfedern muss, um den Fokus wieder auf die Expansion in Europa und Nordamerika zu lenken.
DroneShield-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DroneShield-Analyse vom 14. Mai liefert die Antwort:
Die neusten DroneShield-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DroneShield-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
