DraftKings hat im zweiten Quartal 2026 einen Nettoverlust ausgewiesen — nach einem satten Gewinn im Vorjahreszeitraum. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Rückgang von 2,6 Prozent auf 21,60 Dollar. Für ein Unternehmen, das gerade erst seine Predictions-Sparte als Wachstumsmotor feiert, ist das ein unbequemer Kontrast.
Der Umsatz sank um rund 5 Prozent auf 1,44 Milliarden Dollar, verglichen mit 1,51 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,09 Dollar und verfehlte die Analystenschätzung von 0,11 Dollar. Unter dem Strich stand sogar ein Nettoverlust von 67,6 Millionen Dollar beziehungsweise 0,14 Dollar je Aktie, nach einem Gewinn von 157,9 Millionen Dollar im Vorjahr. Als Ursache nennt das Unternehmen kundenfreundliche Sportergebnisse und höhere Promotionsausgaben zur Neukundengewinnung.
Wachstum bei Volumen, Schwäche bei Marge
Operativ zeigt sich ein gemischtes Bild. Das Sports Consumer Volume kletterte um 15 Prozent auf 13,1 Milliarden Dollar, die monatlich zahlenden Nutzer stiegen um 9 Prozent auf 3,6 Millionen. Der Umsatz je Nutzer fiel dagegen um 13 Prozent auf 132 Dollar — ein Hinweis darauf, dass DraftKings derzeit eher auf Reichweite als auf Rentabilität setzt.
Trotz des schwachen Quartals hält der Vorstand an der Jahresprognose fest: Umsatz zwischen 6,5 und 6,9 Milliarden Dollar, bereinigtes EBITDA zwischen 700 und 900 Millionen Dollar. Das Kerngeschäft soll laut Finanzchef Alan Ellingson rund eine Milliarde Dollar an bereinigtem EBITDA liefern und damit finanziellen Spielraum für Investitionen in die neue Predictions-Sparte schaffen.
Belastend kommt hinzu, dass Insider in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von etwa 2,8 Millionen Dollar verkauft haben — Käufe gab es keine. Auch das Analystenbild hat sich eingetrübt: In den letzten 90 Tagen gab es neun negative Gewinnrevisionen und keine einzige positive. Zusätzlichen Gegenwind lieferte diese Woche Konkurrent Flutter Entertainment, die Mutter von FanDuel, die ihre eigene Jahresprognose nach einem Gewinnmiss kappte und damit die Stimmung für die gesamte Branche vorbelastete.
Für DraftKings hängt vieles an der NFL-Saison, die im Herbst beginnt. Das Unternehmen setzt darauf, mit der Predictions-Plattform in diesem Zeitraum deutlich zuzulegen — die Kennzahlen aus dem zweiten Quartal liefern dafür noch keinen klaren Beleg.
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