DraftKings emanzipiert sich von externen Infrastruktur-Anbietern. Der US-Konzern hat seine eigene Prognosemarkt-Börse DKeX offiziell gestartet. Damit integriert das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette direkt in seine bestehende App.
Bisher stützte sich DraftKings auf Plattformen wie CME oder Crypto.com. Die neue Technologie stammt aus der Übernahme von Railbird Technologies Ende 2025. DKeX ist bereits in 18 US-Bundesstaaten verfügbar und umfasst Wetten auf Sport-Events wie die NBA oder die Weltmeisterschaft.
Das Handelsvolumen unterstreicht das Potenzial der Sparte. Zuletzt erreichte DraftKings Predictions ein jährliches Handelsvolumen von rund 11,3 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen etwa 3,4 Milliarden Dollar auf Privatkunden.
Hohe Einsätze für die Expansion
CEO Jason Robins plant für 2026 massive Investitionen zwischen 200 und 300 Millionen Dollar. Das Ziel: Die Skalierung der Plattform vorantreiben. Analysten der Bank of America rechnen während dieser Phase jedoch mit Verlusten von bis zu 550 Millionen Dollar.
Dem stehen optimistische Prognosen gegenüber. Bis 2027 könnte die Börse über 240 Millionen Dollar an Market-Making-Umsätzen generieren. Die Gebührenstruktur ist dabei aggressiv gewählt. Market-Maker zahlen lediglich 0,0025 Dollar pro Kontrakt.
Konsolidierung im Sektor erwartet
Der Vorstoß könnte eine Übernahmewelle auslösen. Experten von Bernstein sehen spezialisierte Anbieter wie Kalshi oder Polymarket als potenzielle Ziele. Große Player wie Robinhood oder Coinbase drängen ebenfalls auf eine eigene Infrastruktur.
Parallel dazu wächst der Gesamtmarkt rasant. Das wöchentliche Volumen bei Prognosemärkten erreichte zuletzt einen Rekordwert von 14,4 Milliarden Dollar. Sportwetten dominieren das Geschehen mit einem Anteil von 85 Prozent.
An der Börse reagierte die Aktie verhalten und schloss zuletzt bei 21,90 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von rund 28 Prozent. Die Markteinführung fällt in eine Phase hoher Volatilität von jährlich fast 67 Prozent. Die ersten Umsatzbeiträge der neuen Plattform im nächsten Jahr werden über den Erfolg der Strategie entscheiden.
DraftKings-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DraftKings-Analyse vom 01. Juli liefert die Antwort:
Die neusten DraftKings-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DraftKings-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
