Dow Jones: KI-Kosten schocken!

Massive Investitionspläne von Amazon und Alphabet für KI-Infrastruktur lösen einen Kapitalausgaben-Schock aus, der den Dow Jones deutlich belastet und die Märkte verunsichert.

Auf einen Blick:
  • Amazon kündigt 200 Milliarden Dollar Investitionen an
  • Dow Jones verliert über ein Prozent und fällt unter 49.000
  • Arbeitsmarktdaten schüren Rezessionsängste
  • Technische Chartanalyse zeigt wichtige Widerstandszone

Die Stimmung an der Wall Street hat sich schlagartig gedreht. Auslöser ist ein massiver Investitionsplan von Amazon, der Anlegern die enormen Kosten des KI-Wettrüstens vor Augen führt. Während Tech-Giganten Milliarden verplanen, wachsen am Markt die Zweifel an der Rentabilität – und die Sorge vor einer tieferen Korrektur.

Der „Capex-Schock“

Das dominierende Thema am Parkett ist der sogenannte „Capex-Schock“ (Capital Expenditure). Nachdem Amazon für das Jahr 2026 Investitionen in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar angekündigt hat, findet an den Märkten eine Neubewertung statt. Auch Alphabet plant Ausgaben in ähnlicher Dimension. Anleger reagieren nervös auf diese „Tech-Paradoxie“: Trotz starker Umsätze werden die Aktien abgestraft, weil die Kosten für die KI-Infrastruktur explodieren und die Gewinnmargen bedrohen. Der Markt preist nun aggressiv ein, dass sich die gewaltigen Investitionen erst später als erhofft auszahlen werden.

Tech-Schwergewichte belasten

Diese Entwicklung trifft den Dow Jones besonders hart, da die Technologie-Werte hoch gewichtet sind.
* Amazon: Als direkter Auslöser des Abverkaufs verlor die Aktie am Donnerstag 4,4 Prozent. Die Sorge vor sinkenden Margen lastet schwer auf dem Titel.
* Microsoft: Auch der Software-Riese wurde in Sippenhaft genommen und gab im Sog der Kostendiskussionen um 5 Prozent nach.
* Apple: Der iPhone-Konzern gilt hingegen als relativer Stabilitätsanker, da seine KI-Strategie als weniger kapitalintensiv wahrgenommen wird.

Der Dow Jones selbst rutschte in diesem Umfeld deutlich ab und schloss bei 48.908,72 Punkten, was einem Tagesverlust von 1,20 Prozent entspricht.

Warnsignale aus der Wirtschaft

Neben dem Tech-Sektor trübt sich auch das makroökonomische Bild ein. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen unerwartet auf 231.000, während die Entlassungen im Januar den höchsten Stand seit 2009 erreichten. Diese Daten schüren Rezessionsängste. Parallel dazu stieg die Volatilität sprunghaft an: Der VIX kletterte um über 13 Prozent, was darauf hindeutet, dass institutionelle Anleger verstärkt Absicherungen vor dem Wochenende aufbauen. Auch der Einbruch bei Bitcoin unter die Marke von 63.000 Dollar wird als Indikator für eine sinkende Risikobereitschaft gewertet.

Charttechnische Lage

Mit dem Rutsch unter die psychologisch wichtige Marke von 49.000 Punkten hat sich das technische Bild eingetrübt. Diese Ebene fungiert nun als unmittelbarer Widerstand. Gelingt keine rasche Rückeroberung, rückt die nächste Unterstützungszone im Bereich von 48.500 Punkten in den Fokus.

Entscheidend für den heutigen Handelsverlauf wird sein, ob die Amazon-Aktie nach den vorbörslichen Verlusten einen Boden findet. Sollte der Verkaufsdruck aufgrund der Kosten-Thematik anhalten, droht dem Leitindex ein Test der tieferen Unterstützungszonen.

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