Berenberg hält trotz eines gesenkten Kursziels an der Kaufempfehlung für Douglas fest — ein seltenes Gegengewicht zu den zuletzt anhaltend negativen Signalen rund um die Parfümeriekette.
Die Hamburger Privatbank reduzierte ihr Ziel von 16 auf 14 Euro, nachdem Douglas die Unternehmensziele für 2025/26 erneut nach unten korrigiert hatte. Analyst Michael Heider passte seine Schätzungen entsprechend an, hob aber die anhaltend solide Barmittelentwicklung hervor und bekräftigte das „Buy“-Rating.
Divergierende Sichtweisen
Ein anderes Bild zeichnet die UBS. Das Schweizer Geldhaus senkte sein Kursziel bereits am vergangenen Freitag von 9,00 auf 8,50 Euro und blieb bei „Neutral“. Die Begründung ist struktureller Natur: Das für 2026 erwartete Umsatzwachstum sowie die bereinigte operative Marge lägen auf dem niedrigsten Niveau seit 2021. Die verlangsamte Branchendynamik und der wachsende Druck auf das Online-Geschäft seien kein vorübergehendes Phänomen.
Das Analystenbild ist damit gespalten — die Kursziele zwischen 8,50 und 14,00 Euro spiegeln grundlegend unterschiedliche Einschätzungen zur Erholungsfähigkeit des Geschäftsmodells wider.
Prognosekürzung als Belastung
Den Ausgangspunkt der jüngsten Diskussion bildet die wiederholte Prognosesenkung des Unternehmens. Die UBS sieht zwar kurzfristig keine Kurstreiber, wertet den vorherigen Kursrückgang von rund sechs Prozent jedoch als Signal, dass das gesenkte Margenziel weitgehend eingepreist sein könnte.
Berenberg argumentiert in dieselbe Richtung — allerdings mit mehr Überzeugung. Die starke Kassenentwicklung biete eine Stütze, die im aktuellen Umfeld zu wenig Beachtung finde.
Für Klarheit über die tatsächliche Geschäftsentwicklung wird der nächste reguläre Quartalsbericht sorgen müssen — solange bleiben die gegenläufigen Kursziele das prägende Signal.
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