Doosan Enerbility: 837-Milliarden-Auftrag in Saudi-Arabien

Der südkoreanische Anlagenbauer profitiert vom steigenden Energiebedarf der KI-Branche und sichert sich Milliardenaufträge aus Nahost.

Auf einen Blick:
  • Aktie steigt um 8,5 Prozent
  • Fokus auf KI-Rechenzentren-Energie
  • Milliardenschwere Aufträge aus Saudi-Arabien
  • Technische Erholung nach Kursrutsch

Doosan Enerbility meldet sich mit einem kräftigen Kurssprung zurück. Die Aktie kletterte am Montag um 8,51 Prozent auf 88.000 KRW. Der immense Energiehunger der künstlichen Intelligenz (AI) rückt den südkoreanischen Anlagenbauer wieder in den Fokus.

Strategische Wette auf Rechenzentren

AI-Rechenzentren benötigen gewaltige Mengen an stabil verfügbarem Strom. Doosan richtet sein Portfolio konsequent auf diesen Bedarf aus. Das Angebot umfasst Gasturbinen, Brennstoffzellen und kleine modulare Reaktoren (SMRs).

Partnerschaften mit Rolls-Royce SMR und X-energy sichern den Zugang zu nuklearer Fertigungstechnik. Das Management will Doosan als zentralen Ausrüster der AI-Ära etablieren.

Milliardenaufträge aus Nahost

Die Auftragsbücher füllen sich derweil durch internationale Großprojekte. In Saudi-Arabien sicherte sich das Unternehmen einen Vertrag über 837 Milliarden KRW für ein Kraftwerksprojekt. Das Vorhaben entsteht in Zusammenarbeit mit Saudi Aramco.

Hinzu kommt ein schlüsselfertiger Auftrag im Oman. Dieses Projekt umfasst Dampfturbinen und Generatoren im Wert von 530 Milliarden KRW. Solche Verträge verbessern die finanzielle Sichtbarkeit für die kommenden Geschäftsjahre erheblich.

Technische Erholung nach Kursrutsch

Der jüngste Anstieg folgt auf eine volatile Phase. In den letzten 30 Tagen verlor das Papier rund 17 Prozent an Wert. Mit einem RSI von 39,0 lässt die Aktie den überverkauften Bereich nun hinter sich.

Die Volatilität bleibt mit 74,2 Prozent auf Sicht von 30 Tagen jedoch hoch. Zum 52-Wochen-Hoch von 122.300 KRW fehlt der Aktie weiterhin ein deutliches Stück.

Im August 2026 veröffentlicht der Konzern seine nächsten Quartalszahlen. Bis dahin richtet sich der Blick auf „Team Korea“. Das Industriekonsortium will in den nächsten fünf Jahren zehn neue Reaktoren in Europa und im Nahen Osten bauen.

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