Doordash forciert den Ausbau jenseits des klassischen Restaurant-Geschäfts. Durch eine großflächige Kooperation mit dem Discounter Dollar General und gezieltes politisches Engagement in Washington positioniert sich der Lieferdienst verstärkt als Infrastrukturdienstleister. Kann das Unternehmen mit dieser Diversifizierung seine ambitionierte Bewertung rechtfertigen?
Fokus auf den Einzelhandel
Am 28. Januar bestätigte das Unternehmen die Ausweitung seiner Partnerschaft mit Dollar General. Der Dienst „myDG Delivery“ wird nun an mehr als 17.000 Standorten angeboten. Für DoorDash ist dies ein entscheidender Schritt, um die Abhängigkeit vom reifenden Markt für Essenslieferungen zu verringern.
Da rund 75 % der US-Bevölkerung im Umkreis von fünf Meilen eines Dollar-General-Marktes leben, kann das Unternehmen seine bestehende Logistik in der Fläche effizienter auslasten. Die Expansion in den Bereich „Convenience und Retail“ gilt als zentraler Wachstumstreiber der kommenden Jahre.
Politisches Kalkül und Analysten-Echo
Parallel zur operativen Ausweitung engagiert sich DoorDash verstärkt auf politischer Ebene. Das Unternehmen unterstützt einen parteiübergreifenden Gesetzentwurf im US-Senat, der Pilotprogramme für Lebensmittel-Lieferungen an einkommensschwache Senioren vorsieht. Dieser Vorstoß deutet darauf hin, dass die Plattform ihre Logistik als essenzielle Infrastruktur für Sozialprogramme etablieren möchte, was langfristig neue Umsatzquellen im öffentlichen Sektor öffnen könnte.
An der Börse wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Die Aktie schloss zuletzt bei 207,68 US-Dollar. Während die Investmentbank Guggenheim mit einem Kursziel von 275 US-Dollar und einem „Buy“-Rating optimistisch bleibt, zeigt sich Stifel mit einem Kursziel von 224 US-Dollar und einer Einstufung auf „Hold“ deutlich zurückhaltender. Jefferies bestätigt derweil seine Kaufempfehlung mit einem Ziel von 265 US-Dollar.
Ausblick auf die Quartalszahlen
Der unmittelbare Fokus der Marktteilnehmer liegt nun auf dem 17. Februar 2026, wenn DoorDash die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 präsentiert. Investoren werden den Bericht vor allem auf die Margenentwicklung in den neuen Sparten Einzelhandel und Lebensmittel sowie auf das Wachstum der „DashPass“-Abonnenten prüfen. Zudem steht die Auswirkung der jüngsten Gebührensenkungen für Nicht-Abonnenten zur Debatte, die in den vergangenen zwei Jahren um rund 12 % reduziert wurden.
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