Doordash Aktie: Drohnen und Zahltag

Symbolbild, KI-generiert

DoorDash baut mit Lowe’s und Wing einen Drohnen-Pilotdienst auf und zahlt im New Yorker Vergleich mehr als 131 Millionen Dollar.

Auf einen Blick:
  • Drohnen-Pilotprojekt in North Carolina läuft
  • Mehr als 100 Produkte per App
  • Über 115 Millionen Dollar für Fahrer
  • Zusätzliche Strafen von mehr als 16 Millionen Dollar

Zwei Nachrichten, ein Unternehmen: Während Doordash mit Lowe’s und Alphabets Wing-Tochter ein neues Kapitel in der Lieferlogistik aufschlägt, muss der Konzern gleichzeitig tief in die Tasche greifen. Ein Vergleich mit New York City kostet 131,5 Millionen Dollar. Die Woche zeigt, wie zwei Seiten des Geschäftsmodells gleichzeitig auf dem Prüfstand stehen.

Drohnen als neues Liefermittel

Lowe’s startet gemeinsam mit Doordash und Wing einen Drohnen-Lieferdienst — nach eigenen Angaben ein Novum im Heimwerker-Einzelhandel. Kunden sollen über die Doordash-App auf mehr als 100 Produkte zugreifen können, mit Lieferzeiten von bis zu 20 Minuten. Ein Pilotprojekt läuft bereits in North Carolina, die Drohnen transportieren dort Bestellungen von rund 2,5 Pfund in einem Radius von acht Kilometern um den Store in Matthews.

Für Doordash ist das Modell eine weitere Facette der Diversifizierung über klassische Essensbestellungen hinaus. Amazon, Walmart und Uber Eats setzen bereits auf Drohnen — Lowe’s positioniert sich nun als erster Player aus dem Heimwerkerbereich. Ob sich das Konzept über North Carolina hinaus durchsetzt, hängt auch von regulatorischen Genehmigungen ab, denn dichterer Luftraum bringt zusätzliche Hürden mit sich.

Millionenvergleich in New York

Parallel zur Expansion belastet ein Vergleich mit der Stadt New York die Bilanz. Die Behörde für Verbraucher- und Arbeiterschutz hatte moniert, dass Doordash Lieferfahrer teils unter dem Mindestlohn oder gar nicht bezahlt hatte.

Der Konzern räumte die Fehler ein und zahlt nun über 115 Millionen Dollar Entschädigung an betroffene Fahrer, hinzu kommen mehr als 16 Millionen Dollar an Strafen. Drei Jahre lang muss Doordash der Stadt monatliche Compliance-Berichte vorlegen.

Brisant wird der Fall durch den politischen Kontext: Doordash zählte zu den größten Geldgebern eines Super-PACs, der mit rund 31 Millionen Dollar gegen den heutigen Bürgermeister Zohran Mamdani mobilisierte, der schärfere Regulierung für Lieferdienste gefordert hatte.

Zusätzlich flossen 1,8 Millionen Dollar in eine Kampagne zur Unterstützung von Andrew Cuomo. Die Altlast aus dem Wahlkampf 2025 holt das Unternehmen damit ausgerechnet in dem Moment ein, in dem es sein Liefernetz technologisch ausbaut.

Für Doordash bleibt die Gratwanderung zwischen Wachstumstempo und regulatorischem Druck bestehen. Die Drohnen-Partnerschaft mit Lowe’s zeigt, wohin sich das Geschäftsmodell entwickeln soll — der New Yorker Vergleich, welche Kosten dabei anfallen können.

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