Ein Jobabbau bei gleichzeitigem KI-Ausbau – DocMorris liefert diese Nachricht pünktlich zum Sommer. Die Online-Apotheke will 100 Vollzeitstellen streichen und setzt stattdessen auf künstliche Intelligenz. Das Ziel: 15 Millionen Franken Kosten sparen.
Die Aktie notiert am Mittwoch bei 9,85 Euro. Das ist nur noch ein knappes Minus von 0,35 Prozent. Grund zur Panik sieht anders aus. Immerhin liegt der Kurs 55 Prozent über dem Jahresstart und 127 Prozent über dem Tief von Mitte März.
KI statt Personal
DocMorris treibt seine „AI-First“-Strategie voran. Künstliche Intelligenz soll Prozesse optimieren und automatisieren. Das Management verspricht sich davon jährliche Einsparungen von mindestens 15 Millionen Franken.
Parallel reduziert der Konzern die Belegschaft um rund 100 Vollzeitstellen. DocMorris will die betroffenen Mitarbeiter unterstützen und Abfindungen zahlen. Die freigesetzten Kapazitäten sollen in kundennahe Dienstleistungen und Innovationen fließen.
Digitalisierung als Treiber
Der Markt für Online-Apotheken wächst. Immer mehr Menschen bestellen Medikamente und Pflegeprodukte digital. DocMorris positioniert sich als digitaler Gesundheitsbegleiter – und setzt dabei voll auf Technologie.
Das ist kein neuer Trend, aber einer, der an Fahrt gewinnt. Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schafft Raum für neue Geschäftsmodelle. DocMorris versucht, diesen Raum mit KI-betriebenen Prozessen zu besetzen.
Prüfstein Oktober
Wichtigster Termin für Anleger ist der Oktober 2026. Dann legt DocMorris die Halbjahresergebnisse vor. Der Markt will sehen, ob die Effizienzziele greifen und der angestrebte EBITDA-Breakeven in Reichweite bleibt.
Anfang 2027 folgt ein Trading Update für das dritte Quartal. Bis dahin bleibt die Strategie das zentrale Thema: Kostensenkung durch KI, Personalabbau als Preis für Effizienz. Der RSI von 69,6 signalisiert noch Raum nach oben – die Aktie ist heiß gelaufen, aber noch nicht überkauft.
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