Disney beendet seine erst vor wenigen Monaten angekündigte Partnerschaft mit OpenAI. Der Medienkonzern zieht eine geplante Investition von einer Milliarde Dollar zurück, nachdem der ChatGPT-Entwickler am Mittwoch die Einstellung seines Video-Tools Sora bekanntgab. Die Entscheidung kommt nur etwa eine Woche nach dem Amtsantritt des neuen Disney-CEO Josh D’Amaro.
Die Zusammenarbeit sollte OpenAI Zugang zu wertvollen Hollywood-Inhalten verschaffen. Eine Lizenzvereinbarung für über 200 Disney-Figuren war Teil des Deals. „Wir respektieren OpenAIs Entscheidung, aus dem Geschäft mit der Videogenerierung auszusteigen und seine Prioritäten zu verlagern“, erklärte ein Disney-Sprecher. Man werde weiterhin mit KI-Plattformen zusammenarbeiten, allerdings unter Wahrung von Urheberrechten und den Rechten der Kreativen.
Strategische Neuausrichtung unter neuem CEO
Die Entwicklung dürfte für D’Amaro eine erste Bewährungsprobe darstellen. Der neue Konzernchef muss nun entscheiden, wie Disney künftig mit Technologiepartnerschaften umgeht. Die Film- und Unterhaltungsindustrie steht generell vor der Herausforderung, einerseits neue Technologien zu nutzen, andererseits aber ihre wertvollen Inhalte vor unerlaubter Nutzung durch KI-Startups zu schützen.
Parallel steht ein weiteres Investment auf dem Prüfstand: Disney hatte im Februar 2024 unter dem vorherigen CEO Bob Iger 1,5 Milliarden Dollar investiert und einen Anteil von 9 Prozent an Epic Games erworben. D’Amaro, der diesen Deal damals federführend begleitete, soll nun das Engagement neu bewerten. Epic Games, bekannt für das beliebte Spiel Fortnite, kündigte am Dienstag Stellenabbau an, nachdem das Nutzerengagement nachgelassen hatte.
The Walt Disney Company Aktie Chart
Zwei Milliarden-Investments unter Beobachtung
Für Anleger stellt sich die Frage, wie die neue Führung mit den jüngsten Technologie-Investitionen umgehen wird. Beide Deals wurden in einer Phase getätigt, als Disney verstärkt auf digitale Partnerschaften setzte. Die rasche Einstellung von Sora durch OpenAI zeigt allerdings, wie volatil das Geschäft mit künstlicher Intelligenz sein kann.
Disney betont zwar die konstruktive Zusammenarbeit und die gewonnenen Erkenntnisse. Dennoch bleibt offen, welche finanziellen Verpflichtungen der Konzern bereits eingegangen war und ob weitere Abschreibungen drohen. Die Entwicklung bei Epic Games könnte zusätzlichen Druck auf die Bewertung des dortigen Engagements ausüben. Anleger dürften gespannt verfolgen, wie D’Amaro in seinen ersten Monaten die strategische Ausrichtung bei Technologie-Partnerschaften justiert.
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