DHL Group Aktie: Regionale Briefdienste gründen Allianz

Symbolbild, KI-generiert

RBC erwartet für DHLs laufendes Geschäftsjahr rund sieben Milliarden Euro operatives Ergebnis; ein neues Bündnis erhöht den Wettbewerbsdruck im Briefgeschäft.

Auf einen Blick:
  • RBC bewertet DHL mit „Outperform“
  • Express liefert über 55 Prozent des operativen Gewinns
  • RBC prognostiziert rund sieben Milliarden Euro Ergebnis
  • Sechs Briefdienste bündeln ihre Zustellung

Analysten loben Ertragskraft im Express-Geschäft

Das Analysehaus RBC hat die Einstufung für DHL Group mit „Outperform“ und einem Kursziel von 67 Euro aufgenommen. Analyst Ruairi Cullinane begründet den optimistischen Blick vor allem mit der anhaltenden Wachstumsdynamik in der Express-Sparte. Am gestrigen Donnerstag legte die Aktie um 1,9 Prozent zu und beendete den Handel bei 57,78 Euro.

Der Express-Bereich hat sich in den vergangenen Jahren zum zentralen Ertragspfeiler des Bonner Logistikkonzerns gewandelt. Die weltweite Präsenz federt strukturelle Rückgänge im traditionellen Briefverkehr ab und stärkt das operative Profil auf internationalen Routen.

Laut RBC steuert die Express-Sparte mittlerweile mehr als 55 Prozent des gesamten operativen Konzerngewinns bei. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Analyst Cullinane ein operatives Ergebnis von rund 7 Milliarden Euro, womit er die eigene Zielmarke des Managements übertrifft. Auf lange Sicht liegen die Gewinnerwartungen der Bank für das Jahr 2030 um 8 Prozent über dem Marktkonsens.

Starke Marktposition und Branchenvergleich

Die Zuversicht stützt sich vor allem auf die gewachsene Präsenz im internationalen Frachtverkehr. Im zeitdefinierten Expressgeschäft nähert sich DHL global der Schwelle zur absoluten Marktführerschaft. Vor allem in den Kernregionen Europa, Asien sowie Nahost und Afrika dominiert der Konzern das Geschäft mit Anteilen von über der Hälfte des Marktes.

Gleichzeitig verweist die Analyse auf einen Bewertungsabschlag gegenüber der Konkurrenz. Mit einem Bewertungsmultiplikator von knapp 7 auf Basis des erwarteten operativen Ergebnisses für 2027 handele das Papier günstiger als die US-Rivalen FedEx und UPS mit Werten von rund 8. Der weltweite Branchenschnitt der Spediteure liege sogar bei etwa 12.

Trotz der optimistischen Einschätzung für das Frachtgeschäft bleiben konjunkturelle Risiken bestehen. Mögliche Dämpfer für den Welthandel, Wechselkursschwankungen und geopolitische Spannungen können das Volumen belasten. Auf dem Heimatmarkt steht zudem der strukturelle Rückgang klassischer Sendungen im Fokus.

Regionale Konkurrenten formieren Allianz

Dort formiert sich neuer Wettbewerb für das traditionelle Postgeschäft. Sechs regionale Briefdienste – darunter Citipost und Pin AG – gründeten am gestrigen Donnerstag die Deutschlandversand GmbH & Co. KG mit Sitz in Hannover. Das Gemeinschaftsunternehmen übernimmt den insolventen Dienstleister dvs sowie den regionalen Anbieter Xendis. Laut Bundesnetzagentur entfallen derzeit 87 Prozent des deutschen Briefmarktumsatzes auf die Deutsche Post.

Das neue Bündnis zielt darauf ab, Großkunden bundesweit aus einer Hand zu bedienen und bisher getrennte Zustellsysteme zusammenzuführen. Für die Deutsche Post bedeutet der Vorstoß zwar einen verstärkten Wettbewerb um Unternehmenskunden im Inland. Angesichts der dominierenden Ertragskraft des globalen Express-Netzes bleibt das traditionelle Briefgeschäft für das Gesamtergebnis des Konzerns jedoch zweitrangig.

DHL Group (ex Deutsche Post)-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DHL Group (ex Deutsche Post)-Analyse vom 16. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten DHL Group (ex Deutsche Post)-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DHL Group (ex Deutsche Post)-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DHL Group (ex Deutsche Post): Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)