Am Freitag hat DHL Express Deutschland einen neuen Betriebsstandort in Köln-Marsdorf offiziell eröffnet. Der Logistikkonzern investierte nach eigenen Angaben 40 Millionen Euro in das Vorhaben. Die Maßnahme stärkt die Abwicklungskapazitäten im Expressnetzwerk und unterstreicht die Strategie, bestehende Frachtknotenpunkte gezielt zu modernisieren.
Auf dem mehr als 20.000 Quadratmeter großen Areal in Köln stehen künftig rund 5.500 Quadratmeter Produktions- und Büroflächen zur Verfügung. Das Herzstück der Anlage bildet eine Sortiertechnik, die für einen Durchsatz von bis zu 6.000 Packstücken pro Stunde ausgelegt ist. Die verbesserte Sortierleistung soll Arbeitsabläufe beschleunigen und Sendungen schneller auf die Weiterreise bringen.
Parallel dazu meldete die Konzerntochter DHL Supply Chain am Freitag einen Baufortschritt in Thüringen: Beim künftigen Logistikzentrum Jena-Apolda feierten die Projektbeteiligten das Stützenfest.
Ausbau der Kontraktlogistik in Mitteldeutschland
Mit der Anlage in Jena-Apolda erweitert der Konzern seine Kapazitäten im Bereich maßgeschneiderter Lieferkettenlösungen. Die vollständige Fertigstellung des Standorts ist für März 2027 vorgesehen. Neben den reinen Lagerflächen sollen vor Ort neue Industriearbeitsplätze geschaffen werden.
Nach der Inbetriebnahme rechnet das Unternehmen zunächst mit 50 bis 70 Mitarbeitern am Standort. Bis zum Jahr 2028 soll die Beschäftigtenzahl schrittweise auf 100 bis 120 Arbeitsplätze anwachsen.
Der Ausbau der Standorte fügt sich in die operativen Anpassungen an die globalen Warenströme ein. Am Mittwoch veröffentlichte der Konzern zusammen mit der NYU Stern School of Business die jüngste Ausgabe des Globalisierungsbarometers. Demnach kletterte der globale Vernetzungsgrad im Jahr 2025 auf den Höchststand von 25,8 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 verzeichnete der weltweite Warenhandel zudem eine deutliche Belebung.
Analysten sehen begrenztes Kurspotenzial
An den Finanzmärkten wird der Kurs des Konzerns aufmerksam verfolgt. Medienberichten zufolge passte das Analysehaus Jefferies am Donnerstag seine Bewertung an. Die Analysten hoben das Kursziel für die Aktie von 59 auf 61 Euro an und beließen das Votum auf „Hold“.
Bereits am Dienstag hatte die Schweizer Großbank UBS ihre Einschätzung aktualisiert. Das Institut bestätigte seine neutrale Haltung gegenüber dem Titel und sieht das Kursziel unverändert bei 59,50 Euro.
Am Freitag beendete das Papier den Handel mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent bei 56,22 Euro. Auf diesem Kursniveau beläuft sich der Börsenwert des Konzerns auf eine Marktkapitalisierung von 60,98 Milliarden Euro.
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