DHL Group Aktie: DHL nimmt Köln-Ausbau in Betrieb

Symbolbild, KI-generiert

Deutsche Bank Research erhöht das DHL-Kursziel auf 62 Euro. Zugleich erweitert der Konzern sein Logistiknetz und plant Termine in London.

Auf einen Blick:
  • Deutsche Bank hebt Kursziel auf 62 Euro
  • Supply Chain vereinbart Zukauf in Kolumbien
  • Kölner Paketzentrum erreicht höhere Sortierleistung
  • DHL Express plant Londoner Kapitalmarktbriefing

Analystenlob und operative Weichenstellungen stützen die DHL Group im Vorfeld wichtiger Investorentreffen. Deutsche Bank Research hob gestern das Kursziel für den Bonner Logistikkonzern auf 62 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung mit „Buy“. Im heutigen Handel tendiert das Papier freundlich und legt um 0,2 Prozent auf 55,90 Euro zu.

Die positive Resonanz am Kapitalmarkt trifft auf eine Reihe operativer Initiativen, mit denen das Unternehmen seine globalen und regionalen Kapazitäten gezielt verstärkt.

Zukäufe und Kapazitätsausbau im Logistiknetz

Auf internationaler Ebene treibt der Konzern den Ausbau margenstarker Sparten voran. Die Konzerndivision Supply Chain vereinbarte gestern die Übernahme des kolumbianischen Transport- und Logistikdienstleisters Open Market. Das südamerikanische Unternehmen ist auf die Bereiche Life Sciences und Konsumgüter spezialisiert. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter den marktüblichen Bedingungen.

Gleichzeitig investiert das Logistikschwergewicht in die heimische Infrastruktur. Am 11. September nahm die DHL Group die Erweiterung des Paketzentrums Köln-Eifeltor in Betrieb. Durch den Ausbau stieg die Sortierleistung am Standort auf nahezu 50.000 Sendungen pro Stunde.

Parallel setzt der Vorstand das laufende Kapitalrückführungsprogramm fort: Im Zeitraum vom 7. September bis einschließlich 11. September erwarb der Konzern insgesamt 91.019 eigene Aktien an der Börse zurück.

Analystenlob und anstehende Präsentationen in London

Die jüngsten Schritte passen in das strategische Gesamtbild, das auch bei institutionellen Adressen auf Zustimmung stößt. Bereits am 10. September platzierte die US-Bank JPMorgan den Titel auf ihrer „Positive Catalyst Watch“ und bekräftigte zugleich ihre Kaufempfehlung.

Unterstützt wird dieser Schritt durch die zum 1. September vollendete gesellschaftsrechtliche Neuaufstellung, bei der die Traditionsmarke Deutsche Post für den deutschen Markt unverändert erhalten bleibt.

Nun richtet sich das Augenmerk der Investoren auf konkrete Branchenausblicke und das Management. Am morgigen Donnerstag veranstaltet die Sparte DHL Express ein Capital Markets Briefing in London, das per Webcast übertragen wird.

Für den 23. September hat die Führungsebene zudem ein weiteres Management Dinner am britischen Finanzplatz angesetzt. Marktteilnehmer erwarten von diesen Terminen nähere Details zur Nachfrageentwicklung im internationalen Fracht- und Expressgeschäft.

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