Starke Zahlen treffen auf wachsende Sorgen um den Welthandel. Die DHL Group hob ihre Prognose für das operative Ergebnis auf über 6,5 Milliarden Euro an. An der Börse reagiert das Papier zum Wochenstart positiv. Der Kurs klettert um 1,25 Prozent auf 56,76 Euro.
Analysten uneinig über Potenzial
Hinter der freundlichen Fassade tobt ein Streit um die Bewertung. Die Deutsche Bank und JPMorgan trauen dem Logistikriesen Kurse bis 60 Euro zu. Sie setzen auf die Dynamik aus dem starken zweiten Quartal. Ganz anders sieht das die UBS. Die Schweizer Experten vergeben ein Kursziel von 46 Euro.
Diesen deutlichen Abschlag begründet die UBS mit dem schwierigen Umfeld. Der Iran-Konflikt belastet die Schifffahrtswege im Persischen Golf massiv. Während die Luftfracht noch glänzt, schwächelt die Seefracht spürbar. Die Experten fürchten zudem eine nachlassende Dynamik im Expressgeschäft.
Lieferketten unter Druck
Der Konzern stemmt sich gegen die geopolitischen Spannungen. Die DHL Group muss als Marktführer komplexe Umwege und operative Hürden meistern. Anleger honorieren die bisherige Stabilität dennoch. Innerhalb von 30 Tagen legte das Papier um fast zehn Prozent zu.
Die Bewertung erreicht mit knapp 65 Milliarden Euro ein hohes Niveau. Technische Indikatoren deuten nun auf eine Verschnaufpause hin. Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert mit 69,4 Punkten knapp unter der überkauften Zone. Die kommenden Wochen am Golf entscheiden darüber, ob die optimistischen Kursziele der US-Banken erreichbar bleiben.
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