Die DHL Group dreht an allen Stellschrauben, um grüner zu werden. Mit über 50.000 E-Fahrzeugen und knapp 15.000 E-Trikes sowie E-Bikes ist der Logistikkonzern bereits gut unterwegs. Doch die eigentlichen Herausforderungen liegen noch vor dem Unternehmen. Bis 2026 sollen die Emissionen auf maximal 32,1 Millionen Tonnen CO2 gedrückt werden. Aktuell liegen sie bei 32,31 Millionen Tonnen.
Das klingt nach wenig Spielraum, und genau das ist es auch. Die DHL hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt und muss jetzt liefern. Immerhin konnte man bereits 2,1 Millionen Tonnen CO2 durch Dekarbonisierung einsparen. Das Ziel für 2026 liegt bei 2,5 Millionen Tonnen. Bis 2030 sollen die Emissionen dann noch weiter sinken, wobei konkrete Zahlen hier noch fehlen.
Die Rechnung geht nur mit massiven Investitionen auf
Was DHL hier plant, kostet richtig Geld. Nachhaltige Kraftstoffe für die 277 Flugzeuge der Flotte sind teuer. Die Elektrifizierung der Zustellflotte verschlingt Milliarden. Und klimaneutrale Gebäude kommen auch nicht von allein. Bei einem Umsatz von 82,9 Milliarden Euro und einem EBIT von 6,1 Milliarden Euro hat DHL zwar die Mittel dafür. Doch die Margen werden unter Druck bleiben, solange die grüne Transformation läuft.
Anleger sollten sich bewusst sein, dass diese Investitionen kurzfristig auf die Profitabilität drücken können. Langfristig positioniert sich DHL damit aber als Vorreiter in der nachhaltigen Logistik. Ob sich das auszahlt, hängt davon ab, wie schnell Kunden bereit sind, für grüne Logistik mehr zu zahlen. Die Weichen sind gestellt, jetzt muss die Rechnung aufgehen.“
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