Deutz-Aktie: Wie man sich irren kann!

Analysten hatten die Aktie des Motorenherstellers Deutz nach der Übernahme von FFG mit hoher Prognose zum Kauf empfohlen. Doch seit zwei Wochen geht es nur noch bergab.

Auf einen Blick:
  • Im Sommer hatte Deutz den Rüstungs- und Wehrtechnikherstellers FFG übernommen
  • Zwei Analysten lobten den Schritt – und hoben ihr Kursziel für den Motorenhersteller an
  • Doch nach einem kurzen Anstieg aufs Jahreshoch verlor die Aktie seitdem 15 Prozent

Die Aktie von Deutz schien eine sichere Bank. Nach Konsolidierung im Sommer war sie nach einer strategischen Übernahme seitdem immer besser in Schwung gekommen. Bis auf 13,35 Euro waren die Papiere des Kölner Motorenherstellers am 10. September geklettert, zudem ein neues Jahreshoch, seitdem aber geht es immer weiter zurück. Am Donnerstag im Vormittagshandel verliert die Deutz-Aktie noch einmal deutlich, im Xetra-Handel fiel sie weitere knapp zwei Prozent auf aktuell 11,26 Euro – 15 Prozent unter ihrem Höchststand. Wie man sich irren kann. Denn tatsächlich hatten gleich zwei Analysten zuletzt zum Kauf der Aktie geraten – mit ambitionierten Kurszielen.

Nach FFG-Übernahme das Deutz-Kursziel erhöht

Die DZ Bank etwa hatte den fairen Wert für Deutz Ende August von 12 auf 16 Euro angehoben und die Einstufung folglich auf „Kaufen“ belassen. Beim Motorenhersteller seien eins und eins mehr als zwei, schrieb Analyst Thorsten Reigber laut finanzen.net. Mit der Übernahme des Rüstungs- und Wehrtechnikherstellers FFG stärke Deutz das Segment Verteidigung erheblich und verringere gleichzeitig die Abhängigkeit vom zyklischen Geschäft mit Verbrennungsmotoren. Die Akquisition sei „ein kluger strategischer Schachzug“.

  • Das sah das Analysehaus Warburg Research ähnlich – und hat seine Prognose noch weitaus höher angesetzt
  • Das Kursziel für Deutz hob Analyst Stefan Augustin von 13,20 auf 19 Euro angehoben, die Einstufung blieb auf „Buy“

Deutz- und Rheinmetall-Aktie knicken ein

Die Übernahme des Wehrtechnikherstellers hieve Deutz auf ein neues Niveau, schrieb Augustin Anfang des Monats. Der Deal öffne „die Tür weit für Synergien der Wehrtechnik und des klassischen Motorenbaus des Unternehmens“. FFG sei sicherlich „mehr als einige feine Rüstungsaufträge vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs“. Die Anleger indes wollen dieser Lesart bislang nicht folgen. Mitsamt des Rüstungssektors, allen voran Rheinmetall, kommt Deutz an der Börse quasi unter die Räder.

Deutz AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutz AG-Analyse vom 24. September liefert die Antwort:

Die neusten Deutz AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutz AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutz AG: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)