Deutz baut sein Verteidigungsgeschäft weiter aus: Gemeinsam mit dem Münchner Defense-Tech-Unternehmen ARX Robotics startet der Motorenhersteller die industrielle Serienproduktion des unbemannten Bodensystems GEREON.
Gefertigt werden die Fahrzeuge künftig im Deutz-Werk in Ulm. Die ersten Systeme sollen bereits ab dem Spätsommer an die Ukraine ausgeliefert werden. Damit entwickelt sich Deutz zunehmend vom klassischen Motorenhersteller zu einem wichtigen Industriepartner der europäischen Rüstungsbranche.
Deutz-Aktie: Militärroboter werden zum Wachstumsmarkt
Das GEREON-System gehört zur neuen Generation unbemannter Bodenfahrzeuge (Unmanned Ground Vehicles, UGVs). Es kann je nach Ausführung für Transportaufgaben, die Evakuierung von Verwundeten, Aufklärung oder die Versorgung von Truppen eingesetzt werden.
Herzstück ist die Softwareplattform „Mithra OS“ von ARX Robotics, die autonome Funktionen, Sensoren und verschiedene Missionsmodule miteinander verbindet. Deutz bringt seine Kompetenz bei Antrieben, Energieversorgung und industrieller Fertigung ein und soll die Produktion nun auf hohe Stückzahlen skalieren.
Die Serienfertigung unterstreicht den Wandel in der modernen Kriegsführung. Neben fliegenden Drohnen gewinnen auch unbemannte Bodenfahrzeuge zunehmend an Bedeutung, da sie gefährliche Aufgaben übernehmen können, ohne Soldaten unmittelbar zu gefährden. Die Erfahrungen aus der Ukraine zeigen, dass solche Systeme künftig zur Standardausrüstung moderner Streitkräfte gehören dürften. Entsprechend wächst die Nachfrage nach industriell gefertigten Robotersystemen.
Deutz-Aktie: Verteidigung wird zur neuen Konzernsäule
Für Investoren ist die Serienproduktion ein weiterer Beleg für den strategischen Umbau des Unternehmens. Nach dem Einstieg bei ARX Robotics und der Übernahme des Militärfahrzeugherstellers FFG baut Deutz sein Defense-Geschäft mit hohem Tempo aus.
Das Unternehmen möchte künftig nicht mehr nur Antriebssysteme liefern, sondern sich als Industriepartner für komplette militärische Plattformen und autonome Fahrzeugsysteme etablieren. Gelingt diese Strategie, könnte sich die Rüstungssparte angesichts der wachsenden staatlichen Verteidigungsbudgets in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Geschäftstreiber entwickeln.
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