Der Kölner Motorenbauer Deutz verzeichnet heute spürbaren Gegenwind an der Börse. Hintergrund sind Medienberichte über einen geplanten Stellenabbau, der auf eine schwächere Nachfrage und anhaltenden Kostendruck im Geschäft mit kleineren Antrieben zurückgeht. Das Handelsblatt berichtete über interne Abstimmungen zu den Streichungen, zu denen sich das Unternehmen auf Anfrage bislang nicht geäußert hat.
Kürzungspläne belasten das traditionelle Geschäft
Den Berichten zufolge stellt sich Deutz auf den Abbau von bis zu 400 Arbeitsplätzen ein. Betroffen ist demnach in erster Linie das Segment für kleine Motoren, in dem die Nachfrage zuletzt spürbar nachgelassen hat. Etwa 100 Stellen seien bereits abgebaut oder befinden sich gegenwärtig im Abbau. Der mögliche Wegfall weiterer 300 Arbeitsplätze sei intern bereits abgestimmt worden.
Die Marktteilnehmer reagieren nervös auf die Aussichten im klassischen industriellen Motorengeschäft. Über die vergangenen 30 Tage verzeichnet die Aktie ein Minus von 16 Prozent.
Berenberg hebt Kursziel nach Transformationsschritten
Trotz der operativen Hürden im Kerngeschäft gibt es am heutigen Mittwoch auch ermutigende Signale von Analystenseite. Berenberg hob das Kursziel für Deutz von 13,00 auf 16,50 Euro an und bestätigte die Einstufung auf „Buy“.
Analyst Lasse Stueben verwies dabei auf die im Juli angekündigte Übernahme von FFG, die er als wichtigen Schritt für die Transformation des Konzerns einstuft. Der Zukauf baue das Rüstungsgeschäft des Unternehmens deutlich aus und trage zu einem verbesserten Margenprofil bei.
Strategische Initiativen und Ausblick auf Quartalszahlen
Neben der Erweiterung des Rüstungsbereichs arbeitet das Unternehmen an neuen technologischen Standbeinen. Vor über einem Monat vereinbarte Deutz eine Partnerschaft mit Hypercraft für unbemannte Bodenfahrzeuge und mobile Antriebssysteme. Dabei prüfen die Partner den Einsatz von Hybrid-, Batterie- und Energiesystemen des Kölner Herstellers.
Wie stark sich der Kostendruck im klassischen Geschäft und die Neuausrichtung in den Finanzkennzahlen niederschlagen, wird sich in wenigen Wochen zeigen. Deutz plant die Veröffentlichung der Quartalsmitteilung für die ersten drei Quartale des laufenden Jahres für den 5. November.
Deutz AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutz AG-Analyse vom 07. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Deutz AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutz AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
