Liebe Leserin, lieber Leser,
die Aktie von Deutz ist am Donnerstag mit einem satten Abschlag von zeitweilig mehr als zehn Prozent in den Handel auf Tradegate gestartet. 8,23 Euro standen gegen 9.45 Uhr auf dem Kurszettel des Kölner Motorenbauers, am Vortag waren es zum Börsenschluss noch 9,15 Euro. Die Anleger reagierten mit dem Kursrutsch auf die Jahreszahlen 2025, die Deutz am Morgen vorgelegt hatte. Der weitere, drastische Kursrückgang kommt völlig überraschend. Zwar gab es in der Tat Einbußen im Kerngeschäft, offenbar zahlt sich der Umbau beim Traditionsunternehmen aber aus.
Deutz steigert Umsatz und Rendite deutlich
„Deutz wächst und erzielt 2025 in schwierigem Marktumfeld eines der besten Ergebnisse der jüngeren Unternehmensgeschichte“, ist die Mitteilung überschrieben. Und Deutz kann das mit Zahlen hinterlegen: Die Kölner haben im Geschäftsjahr 2025, trotz des anhaltend schwachen Marktumfelds im klassischen Motorengeschäft, deutliche Zuwächse bei Auftragseingang und Umsatz erzielt:
- Dier Auftragseingang stieg um 13,7 % auf 2.077,7 Mio. Euro
- Der Umsatz kletterte demnach um 12,7 % auf 2.043,8 Mio. Euro
Dabei profitierte Deutz nach eigenen Angaben von der breiteren Aufstellung durch die Umsetzung seiner Portfoliostrategie.
Kostenprogramm zeigt laut Deutz Wirkung
„Bei einem starken bereinigten Ergebnis von 112,3 Mio. € (2024: 76,7 Mio. €) lag die bereinigte EBIT-Rendite wie zuletzt prognostiziert bei 5,5 % (2024: 4,2 %)“, heißt es. Neben den profitablen Zukäufen wirkten sich hierbei Einsparungen durch das Kostenprogramm „Future Fit“ positiv aus. Damit konnte die bereinigte Ergebnisrendite im Jahresverlauf von Quartal zu Quartal auf 6,8 Prozent im Schlussquartal gesteigert werden und lag damit 3 Prozentpunkte über dem Vergleichsniveau (Q4/2024: 3,8 %).
Trotz negativer Skaleneffekte, die sich demnach aus einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Motorenproduktion am Standort Köln ergeben haben, verbesserte sich das bereinigte Ergebnis um 46,4 % auf 112,3 Mio. € (2024: 76,7 Mio. €). Zurückzuführen sei diese deutliche Steigerung unter anderem auf den Ausbau der Vertriebs- und Serviceaktivitäten für Daimler-Truck-Industriemotoren sowie das Wachstum im Energy-Bereich.
Umsatz soll sich bis 2030 verdoppeln
„In einem anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit großen konjunkturellen Herausforderungen im Motorengeschäft haben wir eines der besten Ergebnisse der jüngeren Unternehmensgeschichte erzielt“, betont Deutz-Chef Sebastian Schulte. Der konsequente strategische Konzernumbau zahle sich aus. „Gemeinsam mit 6.000 Mitarbeitenden bauen wir die nächste Version von Deutz: stärker, zukunftsfähig und nachhaltig erfolgreich“, so Schulte. Ziel sei es, den Umsatz bis 2030 auf 4 Mrd. Euro zu verdoppeln und dabei die bereinigte EBIT-Rendite auf 10 Prozent zu steigern. „Dazu setzen wir seit Anfang des Jahres auf fünf eigenständige Geschäftsbereiche.”
So wird die Deutz AG seit Jahresbeginn anders geführt: Über fünf organisatorisch voneinander unabhängige Business Units trägt das Unternehmen laut Mitteilung den jeweils unterschiedlichen Anforderungen seiner Geschäfte Rechnung und stelle dabei sicher, „dass Entscheidungen unternehmerischer und deutlich näher am Kunden getroffen werden können“, wie es heißt. Einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Mittelfristziele soll unter anderem das Energy-Geschäft leisten. Durch den Anfang Februar abgeschlossenen Erwerb der Frerk Aggregatebau GmbH habe Deutz ein global skalierbares Portfolio im Bereich der dezentralen Energieversorgung geschaffen.
Deutz-Aktie 35 Prozent unter Höchststand
Darüber hinaus soll auch der Ausbau des Verteidigungsgeschäfts das Unternehmen „zunehmend resilienter machen und zum weiteren Wachstum beitragen“. Mit der 2025 erfolgten Übernahme von SOBEK und der eingegangenen Partnerschaft mit ARX Robotics habe sich Deutz bereits erfolgreich als Systemanbieter im wachsenden Ökosystem unbemannter Verteidigungssysteme positioniert.
- Das alles allerdings hat die Anleger offenbar nicht überzeugt, die Aktie hat binnen eines Monats nun gut ein Viertel ihres Werts eingebüßt
- Nach einem starken Anstieg der Deutz-Aktie zum Jahresbeginn auf bis zu 12,49 Euro, beläuft sich der Abschlag sogar auf fast 35 Prozent
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