Warburg Research hat sein Kursziel für die Deutz-Aktie am 1. September deutlich angehoben – von 13,20 Euro auf 19 Euro. Die Einstufung „Buy“ bestätigten die Analysten gleichzeitig. Damit setzt das Kölner Analysehaus die höchste Messlatte im laufenden Analystenfeld für den Motorenbauer und Rüstungszulieferer.
Der Optimismus fällt in eine Phase, in der die Aktie ohnehin im Fokus steht. Am Freitag schloss das Papier bei 12,76 Euro, ein Plus von 2,1 Prozent auf Tagesbasis. Vom 52-Wochen-Hoch trennen die Aktie nur noch 1,7 Prozent – ein Beleg dafür, wie nah Deutz aktuell an seinem Jahreshoch notiert.
Kartellamt-Freigabe als Katalysator
Auslöser der jüngsten Kursfantasie war die Freigabe der milliardenschweren FFG-Übernahme durch das Bundeskartellamt am heutigen Sonntag vorausgehenden Wochenende. Deutz hatte im Juli vereinbart, sämtliche Anteile an der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft, einem Rüstungszulieferer, für 1,6 Milliarden Euro zu übernehmen – teils in bar, teils durch neu auszugebende Deutz-Aktien.
Die bisherigen FFG-Eigentümerfamilien sollen dabei mit einem Anteil von bis zu 29,9 Prozent zu einem langfristig orientierten Ankeraktionär werden. Der Vollzug der Transaktion wird für das Ende dieses Jahres oder den Jahresbeginn 2027 erwartet, das Unternehmen wüchse dadurch von derzeit rund 6.000 auf über 7.000 Beschäftigte.
Für Anleger ist das mehr als eine reine Größenfrage: Der Einstieg in den Rüstungsbereich verschafft Deutz Zugang zu einem Markt, der von globalen Sicherheitsspannungen und steigenden Verteidigungsbudgets profitiert. Genau diese strategische Neuausrichtung dürfte auch Warburg zu seiner deutlichen Zielanhebung bewogen haben.
Weitere Häuser ziehen nach
Warburg steht mit seiner positiven Einschätzung nicht allein. Bereits am 25. August, kurz nach der Kartellamts-Nachricht, hatten Kepler Cheuvreux und Oddo BHF ihre Kursziele auf 16 beziehungsweise 16,40 Euro festgezurrt. Beide Häuser bezeichneten die FFG-Übernahme als strategischen Meilenstein für Deutz. Die Bandbreite der Kursziele zeigt: Selbst die zurückhaltenderen Einschätzungen liegen deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Zahlen liefern das Fundament
Die operative Entwicklung stützt die Neubewertung. Im ersten Quartal legte der Auftragseingang um 41,2 Prozent auf 771 Millionen Euro zu, der Umsatz stieg um 8,4 Prozent auf 530 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr summierte sich der Umsatz auf 1,1 Milliarden Euro, ein Plus von 10,7 Prozent, während das bereinigte EBIT um 43,1 Prozent auf 79,7 Millionen Euro zulegte.
Der Vorstand bestätigte die Jahresprognose von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro Umsatz und stellte sogar das obere Ende dieser Spanne in Aussicht, bei einer bereinigten EBIT-Marge von 6,5 bis 8,0 Prozent.
Auch aus den eigenen Reihen kamen zuletzt positive Signale: Sowohl der Vorstandschef als auch ein Aufsichtsratsmitglied hatten in den vergangenen Wochen Aktien gekauft – Käufe, die sich seither ausgezahlt haben.
Der nächste wichtige Termin für Anleger folgt mit der Quartalsmitteilung zu den ersten drei Quartalen am 5. November, wenn sich zeigen dürfte, ob Deutz auf Kurs bleibt, das obere Ende seiner Jahresprognose tatsächlich zu erreichen.
Deutz AG-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutz AG-Analyse vom 07. September liefert die Antwort:
Die neusten Deutz AG-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutz AG-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
