Der weltweite Ausverkauf bei KI- und Halbleiteraktien belastete am Freitag auch den deutschen Aktienmarkt. In diesem Umfeld verlor die Deutz-Aktie 2,0%. Die Tagesschau berichtete von einem DAX-Rückgang um knapp zwei Prozent im frühen Handel.
Bereits am Donnerstag hatte Deutz frühe Kursgewinne nach der Zahlenvorlage wieder abgegeben. Medienberichten zufolge drückte die Prognosekappung von Rheinmetall auf die Stimmung im Rüstungssektor und belastete dabei auch Deutz.
Analysten halten an Kaufempfehlungen fest
Berenberg bestätigte am Freitag nach den Zahlen zum dritten Quartal die Kaufempfehlung für Deutz. Die Privatbank nannte ein Kursziel von 16,50 €.
MPCM senkte am Freitag das Kursziel von 19 auf 18 Euro, bestätigte aber ebenfalls die Kaufempfehlung. Das Analysehaus begründete den Schritt unter anderem mit der Bewertung vergleichbarer Unternehmen. Zugleich verwies MPCM auf besser als erwartete Aufträge im dritten Quartal.
Die bereits veröffentlichten Neunmonatszahlen 2026 wiesen laut Deutz ein Umsatzwachstum von rund 11 % auf 1,67 Mrd. € aus. Der Auftragseingang erreichte rund 2 Mrd. € und lag damit gut 30 % höher.
Das bereinigte EBIT betrug 118 Mio. €. Die bereinigte EBIT-Rendite stieg von 5,8 % auf 7,1 %.
Stimmrechte und Strategietermin im Blick
Eine am Freitag veröffentlichte Stimmrechtsmitteilung weist der gemeinsam handelnden Gruppe um Norbert Erichsen 29,90 % der Deutz-Stimmrechte zu. Zur Gruppe gehören unter anderem BRIMA, J.O.S.S., Universum Holding und FFG Beteiligungsgesellschaft. Als Tag der Schwellenberührung nennt die Mitteilung Donnerstag.
Für den 10.11.2026 ist ein Dialog mit dem Deutz-Finanzchef angekündigt, der Einblicke in die Defense-Strategie geben soll. Am 30.03.2027 folgen laut Unternehmensfinanzkalender der Geschäftsbericht 2026, die Bilanzpressekonferenz und eine Analysten-/Investorenveranstaltung.
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