Deutsche Telekom-Aktie: Wer weiß hier nichts!?

Goldman Sachs bewertet die Perspektiven europäischer Telekomwerte positiver; Telekom und Rheinmetall entwickeln Lösungen zum Drohnenschutz.

Auf einen Blick:
  • Aktie notiert knapp über 27 Euro
  • Rückgang seit Jahresbeginn beträgt rund sieben Prozent
  • Telekom und Rheinmetall entwickeln Drohnenschutzlösungen
  • Satellitenbündnis europäischer Anbieter wird diskutiert

Die Deutsche-Telekom-Aktie bewegte sich am Freitag kaum. Immerhin schafften es die Bonner auf etwas über 27 Euro, nachdem in den vergangenen Tagen eine Herabstufung der Konkurrenz von Orange auch hier den Kursrückgang noch verstärkt hatte. Auf Jahressicht beträgt der Rückgang rund 7 %, obwohl Analysten den europäischen Telekomsektor wieder positiver beurteilen.

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Deutsche Telekom: Es bleiben bessere Perspektiven

Goldman Sachs sieht bei europäischen Telekomwerten verbesserte Perspektiven. Nach Jahren intensiven Preiswettbewerbs können stabilere Märkte, Kostendisziplin und steigende Datenmengen die Profitabilität unterstützen.

Die Telekom sucht gleichzeitig nach neuen Geschäftsfeldern. Gemeinsam mit Rheinmetall arbeitet der Konzern an Lösungen für Drohnenschutz. Dabei treffen Telekommunikationsinfrastruktur, Sensorik und militärische Sicherheit aufeinander.

Ein weiteres strategisches Thema ist Satellitenkommunikation. Europäische Telekomkonzerne diskutieren ein Bündnis, um der Dominanz von Starlink etwas entgegenzusetzen. Für die Deutsche Telekom könnte daraus langfristig ein zusätzliches Infrastrukturgeschäft entstehen.

Der wichtigste Werttreiber bleibt allerdings T-Mobile US. Die amerikanische Tochter hat über Jahre einen großen Teil des Wachstums und Börsenwertes geliefert. Dadurch hängt die Bewertung der Bonner stärker vom US-Mobilfunkmarkt ab als bei vielen europäischen Konkurrenten.

Die neuen Projekte zeigen trotzdem, dass Telekommunikation zunehmend als sicherheitsrelevante Infrastruktur betrachtet wird. Drohnenabwehr und Satellitennetze liegen weit außerhalb des traditionellen Telefonanschlusses, benötigen aber genau jene Netze und Datenverbindungen, die zum Kerngeschäft der Telekom gehören.

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