Deutsche Telekom-Aktie: Wahnsinnig schnell!

Die Telekom erweitert ihr Glasfasernetz, doch die Nachfrage bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Auf einen Blick:
  • 173.000 neue Glasfaseranschlüsse im Mai
  • 13,4 Millionen Haushalte mit schnellem Internet
  • Niedrige Buchungsrate trotz Ausbau
  • Kupfertarife bleiben für Kunden attraktiv

Die Deutsche Telekom hat im Mai 2026 ihr Glasfasernetz um 173.000 Anschlüsse erweitert. Damit können nun insgesamt 13,4 Millionen Haushalte und Unternehmen in Deutschland Internetdienste mit Übertragungsraten von bis zu 2.000 Megabit pro Sekunde nutzen.

Über das reine Glasfasernetz hinaus können bereits mehr als 37 Millionen Haushalte mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde surfen, rund 33 Millionen Haushalte sogar mit bis zu 250 Megabit pro Sekunde.

Deutsche Telekom-Aktie: Was Kunden mit der Bandbreite machen

Ein Blick auf die meistgenutzten Anwendungen: Im Download führen Unterhaltungsdienste die Rangliste an – MagentaTV belegt im Mai den ersten Platz, gefolgt von YouTube, Instagram, Netflix und Amazon Prime. Beim Upload dominieren hingegen Cloud-Dienste und Kollaborationstools: Google Cloud führt vor Amazon Web Services, Microsoft Teams, iCloud und WhatsApp.

Zur Einordnung: Mehr verfügbare Anschlüsse schaffen die Grundlage für steigende Buchungszahlen und wachsende Umsätze im margenstarken Glasfasertarif-Segment – eine der zentralen Wachstumshoffnungen für das deutsche Privatkundengeschäft der Telekom.

Deutsche Telekom-Aktie: Viele Bürger wollen offenbar auf Glasfaser verzichten

Dennoch: Trotz des zügigen Ausbaus bleibt die tatsächliche Nutzung der Glasfaseranschlüsse in Deutschland hinter den Erwartungen zurück. Obwohl immer mehr Haushalte technisch angeschlossen werden könnten, ist die sogenannte Take-up-Rate – also der Anteil der Haushalte, die tatsächlich einen Glasfasertarif buchen – vergleichsweise niedrig.

Viele Kunden bleiben auf günstigeren Kupfer- bzw. Kabeltarifen, weil der spürbare Mehrwert im Alltag für einen Großteil der Haushalte gering ist und die Glasfasertarife häufig teurer sind. Ein Selbstläufer ist die Glasfaser-Offensive der Telekom also nicht.

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