Die Deutsche Telekom und der US-amerikanische Cybersicherheitskonzern Palo Alto Networks haben am Dienstag gemeinsam den Dienst „Sovereign Cortex with T Security“ vorgestellt. Das Produkt richtet sich an Branchen mit besonders hohen regulatorischen Anforderungen – darunter Gesundheitswesen, Finanzdienstleister, öffentliche Verwaltungen und Betreiber kritischer Infrastruktur.
Deutsche Telekom-Aktie: Datensouveränität als strukturelles Merkmal, nicht als Versprechen
Der Kern des neuen Dienstes liegt in einer Architektur, bei der sämtliche Kunden- und Systemdaten – einschließlich Telemetrie und Bedrohungsinformationen – ausschließlich innerhalb Europas gespeichert, verarbeitet und abgerufen werden.
Die Verschlüsselung wird vollständig von der Deutschen Telekom gesteuert, die den sogenannten Key-Encryption-Key außerhalb der Reichweite von Palo Alto Networks und Google verwahrt. Damit behält allein die Telekom die Kontrolle darüber, wer auf die Daten zugreift – eine Tiefe der Datenkontrolle, die laut den Unternehmen in Europa bislang kein vergleichbares Angebot erreicht.
Hintergrund des Produkts ist eine dramatisch veränderte Bedrohungslage: Nach Unternehmensangaben vergehen heute im Schnitt nur noch 72 Minuten zwischen dem ersten unbefugten Zugriff auf ein System und dem Abfluss sensibler Daten – viermal schneller als noch vor einem Jahr. Herkömmliche Schutzmaßnahmen können mit dieser Geschwindigkeit kaum noch mithalten.
Deutsche Telekom-Aktie: NIS-2, DORA und KRITIS erfüllt – ohne Abstriche bei der Schutzwirkung
Der Dienst basiert auf der KI-gestützten Sicherheitsplattform von Palo Alto Networks, kombiniert mit dem Sicherheitsbetriebszentrum und Identitätsverwaltungsdiensten der Deutschen Telekom.
Thomas Tschersich, Sicherheitschef der Deutschen Telekom, betonte, das gemeinsame Angebot erfülle die europäischen Compliance-Vorgaben aus NIS-2, DORA und den KRITIS-Anforderungen – ohne dass Kunden dabei bei der tatsächlichen Schutzwirkung Abstriche machen müssten.
Palo Alto-Manager Helmut Reisinger verwies darauf, dass europäische Kunden seit Langem nach einer Lösung verlangten, bei der sie sich nicht zwischen wirksamer Sicherheit und nachweisbarer Datensouveränität entscheiden müssen.
Deutsche Telekom-Aktie: Datensouveränität als Mega-Trend
Der neue Dienst passt nahtlos in die Strategie der Deutschen Telekom, ihre T-Cloud-Infrastruktur als vertrauenswürdige europäische Alternative zu US-amerikanischen Hyperscalern zu positionieren. Der Konzern sieht darin enorme Wachstumschancen.
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